04.05.2014 09:00 Von Isabel Osthues nach William Shakespeare

Theater in Wiesbaden: MenschMachtMacbeth - was macht einen richtigen Jungen heute aus

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Die Ansprüche an junge Männer sind hoch und widersprüchlich; (c) Lena Obst

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Von: GFDK - Staatstheater Wiesbaden

Was macht einen richtigen Jungen heute aus?

Er soll natürlich stark sein, aber bitte nicht aggressiv. Sensibilität und Einfühlungsvermögen schaden auch nicht, aber zu weinerlich darf er selbstverständlich nicht sein. Aktiv und kommunikativ müssen Jungs natürlich auch sein, aber bitte nicht im Unterricht stören oder als Zappelphilipp auffallen. Die Ansprüche an junge Männer sind hoch – und sie sind kaum zu erfüllen. In der Erziehung von Jungs herrschen immer noch Stereotypen vor wie: Jungen sind stark, Jungen weinen nicht, Jungen können sich wehren, wer wegläuft, ist feige.

Theater in Wiesbaden

Wir wollen versuchen, der Frage nachzugehen, was einen wirklichen Mann ausmacht. Welchen Einflüssen, welchem Druck und welchen Ansprüchen sind junge Männer ausgesetzt und wie gehen sie damit um? Wir wollen dies anhand eines berühmten Mannes machen: Macbeth! William Shakespeares Drama ist die theatrale Grundlage für das Projekt. Themen sind:
Männlichkeit – Macht – Gewalt.

Isabel Osthues studierte Germanistik, Philosophie und Phonetik an der Universität Hamburg. Sie war Regieassistentin am Deutschen Schauspielhaus und am Staatstheater Stuttgart. Seit 1997 arbeitet sie als freie Regisseurin und inszenierte seither u.a. am Staatstheater Stuttgart, Nationaltheater Mannheim, Staatsschauspiel Dresden, Staatstheater Bochum, Luzerner Theater, Theater Magdeburg. Von 2000-2001 arbeitete sie als Hausregisseurin am Schauspielhaus Zürich bei Christoph Marthaler und später regelmäßig am Thalia Theater Hamburg und am Potsdamer Hans-Otto-Theater. Zuletzt inszenierte sie ‚La Noce‘ (‚Die Kleinbürgerhochzeit‘) von Bertolt Brecht an der Comédie Française in Paris und ‚Candide oder der Optimismus‘ nach Voltaire am Jungen Staatstheater Wiesbaden.

Was macht einen richtigen Jungen heute aus? Und wie soll er sein als Mann? Er soll natürlich stark sein, aber bitte nicht aggressiv. Ehrgeiz soll er entwickeln, damit er es an die Spitze schafft, aber nicht über Leichen gehen. Sensibilität und Einfühlungsvermögen schaden nicht, aber weinerlich darf er selbstverständlich nicht sein.

Freunde der Kunst

Die Ansprüche an junge Männer sind hoch und widersprüchlich – und sie sind kaum zu erfüllen. In der Erziehung von Jungs herrschen immer noch Stereotypen vor wie: Jungen sind stark, Jungen weinen nicht, Jungen können sich wehren, und wer wegläuft, ist feige.

Wird man zu dem gemacht, was man ist? Wie viel Macht hat man über sein eigenes Leben? Auf diese und andere Fragen sucht das Junge Staatstheater Antworten und befragt dabei niemand geringeren als William Shakespeare und seinen berühmten Tyrannen
Macbeth.

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