08.12.2014 09:00 Gioacchino Rossini

Theater in Wiesbaden: Der Barbier von Sevilla - die furiose Verwechslungskomödie

theater wiesbaden

Die typische Klangmechanik der Rossinischen Musik lässt alle Figuren zappeln wie Marionetten; (c) Martin Kaufhold

oper wiesbadenDer Barbier von Sevilla wiesbaden
Von: GFDK - Staatstheater Wiesbaden

Die bekannteste Oper Rossinis trägt den Untertitel »Die nutzlose Vorsicht«.

Theater in Wiesbaden

Komponist und Textdichter bedienten sich dafür eines Szenarios mit klassischen Commedia-dell’arte-Zutaten und ihren Figurentypen: Bartolo (Pantalone), der alte Vormund, der es zwar weniger auf sein Mündel Rosina (die schöne Colombine) selbst als auf deren zu erwartende Mitgift abgesehen hat, hält die Schöne in seinem Haus eingesperrt.
 
Graf Almaviva, (der jugendliche Liebhaber), hat Rosina jedoch längst entdeckt und versucht vergeblich, sich ihr zu nähern. Um Zutritt zu seiner Angebeteten zu finden, braucht Almaviva Hilfe, weshalb er sich der Dienste Figaros (der listenreiche Spielmacher Arlecchino) versichert. Doch Bartolo bekommt durch seinen Helfershelfer Basilio (der Hinterhältige) Wind von der Sache und trifft, letztlich natürlich eben ›nutzlos‹, seine Vorsichtsmaßnahmen...
 
Die furiose Verwechslungskomödie zwischen Mündel, Liebhaber, Vormund und Figaro nach dem bekannten Schauspiel von Beaumarchais besticht durch die unwiderstehliche Sinnlichkeit der Komposition, durch sprühende Melodien, elegante Formen und die ausgefeilte Buffa-Meisterschaft.

Freunde der Kunst
 
Die typische Klangmechanik der Rossinischen Musik lässt alle Figuren zappeln wie Marionetten, treibt sie zunächst mit der ›brutal großen Trommel‹ vor sich her und dann mit halsbrecherischen, schwindelerregenden Koloraturen in einen veritablen orchestralen Hexenkessel.