23.08.2012 07:05 Ein Gegenentwurf zum Gesetz der Vergänglichkeit von Glück

Theater in Wien: Komet - inszeniert von Roland Schimmelpfennig - Uraufführung am 9. September 2012 im Akademietheater

(c) Reinhard Werner/ Burgtheater

Von: Burgtheater Wien - 3 Bilder

Eine Hochzeitsgesellschaft versucht, die gemeinsam erlebte Hochzeitsfeier, welche vor zehn Jahren stattgefunden hat, exakt zu wiederholen – auf dringenden Wunsch der Braut. „Was ist, wenn wir im Tod von unserem Leben träumen?“ sagt diese und erprobt anhand des Versuchs der Wiederholung mit enormer Verve, die Angst im Nacken, einen verblüffenden Gegenentwurf zum Gesetz der Vergänglichkeit von Glück.

Ihre Mitspieler sind unter anderem ein Schriftsteller, der noch nie geschrieben hat, ein unfruchtbarer Arzt, der dennoch neues Leben schenken kann, ein alter Mann aus dem Jenseits und ein junges Mädchen, das beim Vorbeiziehen eines Kometen große Wünsche hat. Doch der Versuch, die Zeit zehn Jahre zurückzudrehen, bringt allerhand aberwitzige Komplikationen mit sich: die ehemals siebenjährige Isabel kann ihr Kleid jetzt nur noch als Top tragen, Wiederholungen von damaligen Ehestreits evozieren weitere, die nicht dem Script entsprechen, und neue Partner sind unzureichend vorbereitet für die Rekonstruktion von nie Erlebtem. Was kann man tun, um am Ende seines Lebens ein glücklicher Mensch gewesen zu sein? Und was, um der Hölle schmerzhafter Erinnerungen zu entgehen, nach dem Tod?
Eine unberechenbare Mischung aus Komödie und Schwanengesang über Liebe, Sex und Verrat, Leben und Tod, gescheiterte sowie erfolgreiche Lebensentwürfe inklusive dazu gehöriger Lebenslügen. Ein dionysisches Fest bei schweißtreibenden 37 Grad Celsius auf dem Land, welches entfernt an den Garten Eden erinnert und wahrscheinlich doch nur ein Schauspiel mit Hirschtänzen, Mänaden und Satyrflöten ist.

 

Termine vom 9.9 bis 24.9.2012

 

Regie: Roland Schimmelpfennig in Zusammenarbeit mit Justine Del Corte

Bühne: Roland Schimmelpfennig, Sylvia Platzek

Kostüme: Lane Schäfer

Licht: Felix Dreyer

Dramaturgie: Amely Joana Haag

 

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