27.08.2013 08:00 William Shakespeare

Theater in Wien: ‹Hamlet› - seine Innenwelt gerät ebenso sehr aus den Fugen wie die Welt um ihn herum

hamlet am burgtheater in wien

Die „intelligenteste Gestalt der gesamten Literatur“ (Harold Bloom) oszilliert unablässig zwischen Tat und Kontemplation; (c) Bernd Uhlig

Von: GFDK - Burgtheater Wien

Helsingör, im Staate Dänemark, Prinz Hamlet kehrt vom Studium in Wittenberg an den Hof zurück. Sein Vater, König von Dänemark, ist gestorben. Dessen Bruder Claudius hat Hamlets Mutter Gertrud geheiratet und ist der neue König.

Theater in Wien

Der Geist von Hamlets Vaters erscheint des Nachts und enthüllt seinem Sohn, dass er von Claudius heimtückisch ermordet wurde. Der Prinz schwört Rache. Er stellt sich wahnsinnig – und treibt damit Ophelia, die Hamlet liebt, tatsächlich in den Wahnsinn.

Schauspiel in Wien

Hamlets Innenwelt gerät ebenso sehr aus den Fugen wie die Welt um ihn herum. Mit einer Schauspielertruppe, die ein Stück am Hofe aufführt, entlarvt er das Verbrechen des Königs an seinem Vater. Claudius wehrt sich. Derweil werden im Hintergrund unüberhörbar die Kriegstrommeln gerührt. Am Ende der Tragödie stehen der Tod, das Schweigen – und Fortinbras, der kriegerische Usurpator aus Norwegen.

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Das gewaltige, auch sprachlich explosive Bewusstsein des Dänenprinzen in Shakespeares 1603 erstmals gedruckter Tragödie sprengt den üblichen Rahmen eines Theaterstücks. Die „intelligenteste Gestalt der gesamten Literatur“ (Harold Bloom) oszilliert unablässig zwischen Tat und Kontemplation, ratio und irratio, Wahn und Sinn, Sein und Nichtsein und entwickelt dadurch eine ungeheure Kraft.

Konstanze.Schaefer@burgtheater.at