08.06.2014 09:00 Henrik Ibsen

Theater in Wien: ‹Die Frau vom Meer› erzält von der Macht der Erinnerung und der Vergangenheit über die Gegenwart

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Ibsens 1888 entstandenes Stück erzählt – wie viele seiner späteren Dramen – von der Macht der Erinnerung und der Vergangenheit über die Gegenwart; (c) Georg Soulek

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Von: GFDK - Burgtheater Wien

Ellida, Tochter eines Leuchtturmwärters, sehnt sich nach dem Meer. Seitdem sie den Kleinstadtarzt Doktor Wangel geheiratet hat, lebt sie in einer Sackgasse am Ende des Fjords. Die „Frau vom Meer“ findet zudem keine Nähe zu Wangels Töchtern aus erster Ehe, Bolette und Hilde.

Theater in Wien

Während Bolettes ehemaliger Hauslehrer Arnholm, der sich Hoffnungen auf die ältere Tochter macht, zu Besuch ist, enthüllt Ellida ihrem Mann ihr Geheimnis: Vor zehn Jahren hatte sie auf offener See einem fremden Steuermann ewige Treue geschworen. Nach dem mysteriösen Mord an einem Kapitän musste dieser fliehen und bat sie, auf ihn zu warten. Ellida aber ignorierte fortan seine Briefe und flüchtete sich in den vermeintlich sicheren Hafen der Ehe mit Wangel. Als der Fremde nun scheinbar auf einem englischen Dampfer zurückkehrt, muss Ellida sich entscheiden.

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Ibsens 1888 entstandenes Stück erzählt – wie viele seiner späteren Dramen – von der Macht der Erinnerung und der Vergangenheit über die Gegenwart. Bevölkert von allerlei Schiffbrüchigen, kollidieren in dieser szenischen Ballade immer wieder illusorische Traumwelt und erbarmungslose Wirklichkeit, gesellschaftliche Zwänge und Freiheitsdrang.

Konstanze.Schaefer@burgtheater.at