30.04.2013 08:00 Es ist schade um die Menschen

Theater in Weimar: Weimarer Erstaufführung von Ingvar Lidholms Oper "Ein Traumspiel" bis zum 15.6.2013

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Lidholms Oper "Ein Traumspiel"; (c) Matthias Horn

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Von: GFDK - Nationaltheater Weimar - 6 Bilder

Als Weimarer Erstaufführung bringt das Deutsche Nationaltheater Weimar die Oper "Ein Traumspiel" von Ingvar Lidholm, einem der angesehensten lebenden Komponisten Schwedens, auf die Bühne. Premiere ist am 20. April 2013, 19 Uhr im großen Haus. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Generalmusikdirektor Stefan Solyom. Regie führt Christian Sedelmayer, der auch das Bühnenbild entworfen hat.

"Es ist schade um die Menschen." Zu dieser Erkenntnis gelangt die Tochter des Gottes Indra in Strindbergs Drama "Ein Traumspiel". Unter dem Namen Agnes ist sie auf die Erde herabgestiegen, um das Rätsel des menschlichen Unglücks zu lösen. Auf ihrer Reise muss sie jedoch  erfahren, dass das Dasein von immer gleichen Nöten und Prüfungen bestimmt wird, dass Freud und Leid nah bei einander liegen. Ohne den Menschen das Glück gebracht oder ihre Lage verbessert zu haben, verlässt sie am Ende die Erde wieder.

Theater in Weimar

Mit einer sinnlichen, undogmatischen und den Zuhörer immer wieder  überraschenden Musiksprache entwirft Lidholm in seiner 1992 in Stockholm uraufgeführten Vertonung des Stoffs ein Kaleidoskop unterschiedlichster Eindrücke des menschlichen Lebens. Die Bandbreite seiner Komposition reicht von gregorianisch inspirierten Liturgien über grotesk verzerrte Tanzszenen bis hin zu expressiven Orchesterzwischenspielen. Dabei entfalten ausgedehnte A-cappella-Chöre eine beeindruckende Wirkung und ein großer Kinderchor gestaltet die innere Stimme der Tochter Gottes.

Schauspiel Weimar

Christian Sedelmayer, der das Weimarer Publikum bereits 2010 mit den magischen Bilderwelten seiner Inszenierung von Prokofjews "Feurigem  Engel" fasziniert hat, siedelt Lidholms facettenreiche Traumerzählung in einem Spiegelraum an. Mit Illusionen, dem Spiel mit Perspektiven und traumhaft grotesken Bildern (Kostüme: Caroline von Voss) stellt er die Pilgerreise der Tochter Gottes in einen sphärischen, suggestiven  Kontext und gibt der vom Komponisten beabsichtigten Meditation über  das Menschsein Luft und Raum.

Freunde der Kunst

Es singen Heike Porstein (Tochter Gottes), Uwe Schenker-Primus  (Offizier), Sebastian Campione (Advokat) und Andreas Mattersberger  (Dichter). In weiteren Partien sind unter anderem Helena Köhne,  Yoontaek Rhim, Frieder Aurich und Alexander Günther zu erleben. Es  singen der Opernchor des DNT Weimar und die Schola Cantorum Weimar. Es  spielt die Staatskapelle Weimar.

Weitere Vorstellungen am 26.4., 18. und 25.5., 15.6.2013

Karten
03643 755 334
service@nationaltheater-weimar.de