19.07.2014 09:00 Richard Wagner

Theater in Stuttgart: Tristan und Isolde - „Handlung in drei Aufzügen“

oper stuttgart

Ein enigmatisches wie wirkungsmächtiges Werk; (c) A.T. Schaefer

Von: GFDK - Staatstheater Stuttgart

Wagner bezeichnete sein 1856–59 entstandenes, ebenso enigmatisches wie wirkungsmächtiges Werk als „Handlung in drei Aufzügen“.

Theater in Stuttgart

Der erste Aufzug spielt auf dem Schiff, auf dem Isolde von Irland ins englische Cornwall verschleppt wird, wo sie mit König Marke zwangsvermählt werden soll. Dies geschieht auf Betreiben des Ritters Tristan, mit dem Isolde ein Geheimnis verbindet. Denn ihm, dem Todfeind ihres Volkes, hatte sie – in verschwiegener wechselseitiger Liebe – einst das Leben geschenkt. Nun ist die zutiefst Gedemütigte entschlossen, ihrem und Tristans Leben vor Erreichen des Festlandes ein Ende zu setzen. Doch statt des Todestranks leert sie mit ihm den Liebestrank.

Der zweite Aufzug spielt nach der Verheiratung Isoldes mit Marke. Im Garten der Königsburg riskieren Tristan und Isolde unter den Augen Markes und der Hofgesellschaft den Ehebruch. Sie beschließen, die eigene Liebe im „Liebestod“ als Doppelselbstmord öffentlich zu machen. Nach der Entdeckung durch Marke stürzt sich Tristan in das Schwert des Denunzianten Melot.

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Der dritte Aufzug spielt auf Tristans Familiensitz in der Bretagne. Der einsame todwunde Tristan versucht das Gesetz seiner Existenz und seiner Beziehung zu Isolde zu durchdringen. In seinen Fieberphantasien vermischen sich romantischer Exzess und philosophische Spekulation. Beim Nahen Isoldes reißt er sich seinen Verband von der Wunde, um in ihren Armen zu verbluten. Isoldes Klage verflüchtigt sich in einer halluzinatorischen Ekstase.

claudia.hamann@remove-this.staatstheater-stuttgart.de