06.12.2014 08:00 Friedrich Schiller

Theater in Salzburg: Kabale und Liebe - leidenschaftliche Liebe und niederträchtige Intrigen

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Schillers drittes Bühnenwerk »Kabale und Liebe» ist ein radikaler Versuch über Liebe und Gewalt, Konvention und Glück, Misstrauen und Verhängnis; © Christina Canaval

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Von: GFDK - Salzburger Landestheater

Ferdinand und Luise lieben sich. Doch Ferdinand von Walter ist der Sohn des Präsidenten und Luise ist die Tochter des Stadtmusikanten Miller.

Theater in Salzburg

Diese Verbindung über Standesgrenzen hinweg schmeichelt zwar Luises Mutter, Vater Miller sieht jedoch keine Hoffnung für eine glückliche Verbindung seiner Tochter mit Ferdinand. Auch für Präsident von Walter kommt eine Heirat seines Sohnes mit einer Bürgerlichen selbstverständlich nicht in Frage. Im Gegenteil: Um seinen Einfluss bei Hofe zu vergrößern, will er den Sohn mit Lady Milford, der Mätresse des Herzogs, verheiraten. Ferdinand rebelliert gegen den Plan seines Vaters, obwohl ihn die Lady wider Erwarten stark beeindruckt.

Doch er beschwört die Kraft der absoluten Liebe zu Luise. So initiieren Präsident von Walter und sein Sekretär Wurm, zugleich Nebenbuhler Ferdinands um Luise, eine heimtückische Intrige: Miller und seine Frau werden grundlos inhaftiert und zu deren Rettung wird Luise gezwungen, einen fingierten Liebesbrief an den ebenso eitlen wie einfältigen Hofmarschall von Kalb zu verfassen, der Ferdinand zugespielt wird. Rasend vor Eifersucht setzt dieser daraufhin eine Kette von Ereignissen in Gang, die schließlich zum tragischen Tod beider Liebenden führt.

Schillers drittes Bühnenwerk »Kabale und Liebe» ist ein radikaler Versuch über Liebe und Gewalt, Konvention und Glück, Misstrauen und Verhängnis. Neben den gesellschaftlichen Hindernissen, die Ferdinand und Luise in die Verzweiflung treiben, scheitert ihre Liebe jedoch auch am eigenen Zweifel.

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Für die Inszenierung konnte Regisseurin Alexandra Liedtke gewonnen werden, deren Inszenierung von LaButes »Das Maß der Dinge« am Salzburger Landestheater 2011 für den Nestroy in der Kategorie »Beste Bundesländer-Aufführung« nominiert wurde. Bei den Salzburger Festspielen debütierte Alexandra Liedtke 2012 mit »Das Labyrinth oder Der Kampf mit den Elementen« als Opernregisseurin.

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