17.05.2015 08:00 Ludwig van Beethoven

Theater in Salzburg: Fidelio - ein Aufruf zum Kampf gegen die Unterdrückung

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ein flammendes Plädoyer für Freiheit und Humanität; © Anna-Maria Löffelberger

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Von: GFDK - Salzburger Landestheater

Ludwig van Beethovens einzige Oper, ein Aufruf zum Kampf gegen die Unterdrückung und ein flammendes Plädoyer für Freiheit und Humanität.

Theater in Salzburg

Was auf den ersten Blick als harmloses Singspiel beginnt, schwingt sich schließlich auf zum existentiellen Drama, dessen eindringlicher Appell bis heute nichts von seiner Gültigkeit verloren hat. Als Mann verkleidet schleicht sich Leonore in jenes Gefängnis ein, in dem sie ihren seit über zwei Jahren vermissten Mann Florestan als politischen Häftling vermutet. Unter dem Namen Fidelio gewinnt sie hier nicht nur das Vertrauen des Kerkermeisters Rocco, sondern auch das Herz von dessen Tochter Marzelline.

Als Rocco vom Gouverneur Pizarro den Auftrag erhält, einen unliebsamen Gefangenen still und heimlich aus dem Weg zu räumen, begleitet ihn Leonore. Ahnend und hoffend, dass es sich bei dem Namenlosen um ihren Gatten handeln könnte. Doch schon bevor das Rätsel um dessen Identität gelöst wird, fällt sie einen folgenreichen Entschluss: »Wer du auch seist, ich will dich retten. Bei Gott! Du sollst kein Opfer sein!« Leonore wächst über sich selbst hinaus. Nun stehen nicht mehr ihre persönlichen Motive im Vordergrund, sondern die Ideale von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit.

Freunde der Kunst

Sein ganzes Leben lang hatte sich Beethoven mit dem Gedanken getragen, eine Oper zu schreiben, doch erst mit der Geschichte der liebenden Gattin Leonore glaubte er, das Sujet gefunden zu haben, das ihm Gelegenheit bot, seine Vision in die Tat umzusetzen. Ausgehend vom Vorbild der französischen Opéra comique entwickelte er eine große Befreiungsoper im Geiste der französischen Revolution. Mehr als zehn Jahre begleitete ihn der Stoff, der zunächst 1805 als »Leonore« mit mäßigem Erfolg in Wien uraufgeführt wurde. Doch Beethoven glaubte an sein Werk, arbeitete es mehrfach um und präsentierte 1814 unter dem Titel »Fidelio« jene Fassung, in der sich das Werk endgültig durchsetzte.

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