02.05.2013 08:00 Premiere am 5. Mai

Theater in Regensburg: KATJA KABANOVA - gefangen in ihrer kleinbürgerlichen Hölle

Katja Kabanova

KATJA KABANOVA - Oper in drei Akten von Leoš Janácek; © Sarah Rubensdörffer

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Von: GFDK - Theater Regensburg - 4 Bilder

»Wozu existiert dieses Wort ›Glück‹ überhaupt?«, fragte sich der Komponist Leoš Janáček einmal. Dieselbe Frage könnte sich auch seine unglückliche Titelheldin Katja Kabanova stellen. Sie ist gefangen in ihrer kleinbürgerlichen Hölle: gekettet an einen ungeliebten Ehemann und tyrannisiert von einer despotischen Schwiegermutter. Einfühlsam und genau beschreibt Janáček Katjas innere Entwicklung, die das Werk wie eine sozialpsychologische Ballade erscheinen lässt.

Theater in Regensburg

Leoš Janáček, der spät berufene Opernkomponist, war der perfekte Beobachter und Zuhörer seiner Umgebung – er fühlte, dass selbst scheinbar Belangloses einen Funken Musik in sich trägt: »Lauter Noten, lauter Melodiefetzen von erlauschten Tonfällen und Gesprächen. Da wird so mancher staunen, dass ich ihn wahrgenommen habe!«. Diese Fetzen gelebten Lebens werden nicht nur gesungen, Janáčeks Orchester greift sie auf und formt aus ihnen kleinteilige Motive, die sich je nach Seelenzustand immer wieder schwebend neu formieren.

Schauspiel Regensburg

Mit der musikalischen Folklore geht er sparsam um, wenn es zur Tragödie kommt. Er breitet vielmehr das Nackte und Elementare vor uns aus. Der Kulturjournalist Wolfram Goertz nannte Janáček den »Zeitgenossen der Zukunft« und »genauesten Realisten des Musiktheaters seit Mozart«.

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