24.01.2013 07:00 Inszenierung Marcus Lobbes

Theater in Regensburg: Die Räuber - Schauspiel von Friedrich Schiller bis zum 18.3.2013, Theater am Bismarckplatz

Theater in Regensburg: Die Räuber - Schauspiel von Friedrich Schiller bis zum 18.3.2013, Theater am Bismarckplatz

(c) Franz Schlechter

Von: GFDK - Theater Regensburg - 4 Bilder

Friedrich Schiller war 22 Jahre alt, als er sein erstes Theaterstück »Die Räuber« veröffentlichte. Der Inhalt war so brisant, dass es zunächst anonym gedruckt werden musste. Schiller erzählt die Geschichte zweier ungleicher Brüder: Franz ist der Jüngere und gegenüber seinem Bruder Karl in jeder Hinsicht benachteiligt. Franz fühlt sich ungeliebt und hässlich, er ist neidisch auf Karl, der einmal alles erben wird, der eine Freundin hat und der in Leipzig studiert, während er selbst zuhause hockt. In seinem Kopf dreht sich alles darum, die Macht an sich zu reißen.

Franz gelingt es, mit gefälschten Briefen das gute Verhältnis zwischen Vater und Karl zu zerstören. Doch das reicht ihm noch nicht, er versucht seinen Vater umzubringen und Karls Freundin Amalie zu erobern. Karl, der glaubt, dass sein Vater ihn für immer aus dem Haus verbannt hat, geht als Anführer einer Räuberbande in die Wälder. Im Kampf für Freiheit und Gerechtigkeit entgleitet ihm die Kontrolle über die Gruppe und er muss mit ansehen, wie sich Raub- und Mordlust verselbständigen. Ihm wird klar, wie viele Unschuldige bei ihren Aktionen zu Tode kommen. Die Verkettung der Umstände führt in eine Spirale der Gewalt, in der das Gute und das Böse nicht mehr voneinander zu unterscheiden sind.

Friedrich Schiller bekam wegen der »Räuber« große Schwierigkeiten mit seinem Landesherrn Herzog Karl Eugen. Er kam in Arrest und ihm wurde verboten zu schreiben. Schiller beschloss daraufhin, aus Stuttgart zu fliehen und verließ in der Nacht vom 22. auf den 23. September 1782 während der Feierlichkeiten anlässlich des Besuchs von Großfürst Paul von Russland, dem späteren Zaren, heimlich die Stadt.

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