05.06.2014 08:00 Komödie von Carlo Goldoni

Theater in Regendburg: Der Diener zweier Herren - zahlreiche Verwicklungen und Lügengespinste

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Willkommen im Hotel Venezia, dem Schauplatz eines bunten Reigens von Irrungen und Wirrungen; (c) Sarah Rubensdörffer

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Von: GFDK - Theater Regensburg

Willkommen im Hotel Venezia, dem Schauplatz eines bunten Reigens von Irrungen und Wirrungen!

Der arme Schlucker Truffaldino hat keinen Herrn, dafür einen leeren Magen. Auf seiner Suche nach einem neuen Job wird er in eine vertrackte Heiratsgeschichte hineingezogen.

Eigentlich ist die Hochzeit von Silvio und Clarice nämlich beschlossene Sache, als plötzlich Beatrice Rasponi angekündigt wird. Sie hat sich als ihr toter Bruder Federigo verkleidet, dem Clarice versprochen war. Sie sucht ihren Liebhaber Florindo, der des Mordes an Federigo verdächtigt wird und geflohen ist. Die Beinahe-Eheleute sehen ihren Traum vom gemeinsamen Glück zerplatzen, nur Clarices Vater, der geschäftstüchtige Pantalone, freut sich, dass sein Wunschkandidat aus gutem Hause doch noch am Leben zu sein scheint.

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Währenddessen lässt sich Truffaldino sowohl von Beatrice als auch von Florindo als Diener einstellen, denn er erhofft sich doppelten Lohn und doppelte Mahlzeiten. Als „Diener zweier Herren“ hat er alle Hände voll zu tun, um Beatrice und Florindo glauben zu lassen, er diene jedem von ihnen allein. Die zahlreichen Verwicklungen und Lügengespinste, in die Truffaldino durch seine eigene Vorwitzigkeit gerät, stellen seine Improvisationskunst auf eine harte Probe: Er erfindet sich einen Doppelgänger, den er Pasquale nennt, und durch den er hofft, heil aus allen Verwirrungen herauszukommen …

Carlo Goldoni (1707–1793) zählt zu den großen Reformern des italienischen Lustspiels. Angeregt von dem berühmten Arlecchino- bzw. Truffaldino-Darsteller Antonio Sacchi verfasste er 1745 die Komödie „Der Diener zweier Herren“, welche zu den beliebtesten und erfolgreichsten Stücken der Weltliteratur gehört. Goldonis Geniestreich verkörpert durch die Verwendung der typischen Figuren und die traditionelle Handlungsführung die Idealform der Comedia dell'arte und überführt sie zugleich in die ausgeschriebene Charakterkomödie ohne Masken. Aus Liebesgeschichten, geschäftlichen Interessen, menschlichen Stärken und Schwächen ergeben sich die zahlreichen Verwicklungen einer turbulenten und sehr unterhaltsamen Handlung.

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Das Thon-Dittmer-Palais bietet hierfür einen Schauplatz, wie man ihn sich schöner nicht wünschen könnte und der durch Karin Kollers Inszenierung und das Bühnenbild von Dorit Lievenbrück in ein venezianisches Hotel verwandelt wird.

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