18.10.2014 09:00 von Giacomo Puccini

Theater in Nürnberg: Turandot - ist ein düsteres Märchen mit einer farbenreichen Musik

theater nuernberg

Ein Prinz, im Krieg aus seinem Land vertrieben, sieht Turandot und entbrennt sofort in Liebe zu ihr; (c) Ludwig Olah

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Von: GFDK - Staatstheater Nürnberg

Wie ein Albdruck lastet ein tödliches Gesetz auf Peking: Die jungfräuliche Prinzessin Turandot wird nur den Prinzen zum Mann nehmen, der ihre drei Rätsel löst.

Theater in Nürnberg

Wer scheitert, wird hingerichtet. Aber Turandot will keinen Mann gewinnen, sondern Männer vernichten, um so die Vergewaltigung einer ihrer Ahninnen durch einen Fremden zu rächen. Ein Prinz, im Krieg aus seinem Land vertrieben, sieht Turandot und entbrennt sofort in Liebe zu ihr. Tatsächlich löst er die drei unlösbaren Rätsel – doch Turandot will sich dem Fremden nicht hingeben. Nun stellt der Prinz ihr ein Rätsel, das sie bis zum Morgengrauen lösen muss: Seinen Namen herauszufinden. Die Sklavin Liù, die den Prinzen schon lange liebt, kennt den Namen und nimmt Folter und Tod auf sich, um ihn nicht zu verraten. Ihre Liebe ist stärker als Henker, Tod und Turandot.

Giacomo Puccinis letzte Oper „Turandot“ ist ein düsteres Märchen mit einer farbenreichen Musik voller chinesischem Kolorit, das Abschluss und Höhepunkt von Puccinis Opernschaffens bildet. In keinem anderen seiner Werke gibt es derart große Chorszenen, und in keiner seiner Opern ist Puccini so sehr ein Komponist des 20. Jahrhunderts. Doch obwohl Puccini mehr als vier Jahre an „Turandot“ gearbeitet hatte, konnte er das Werk nicht selbst vollenden.

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Die Partitur bricht nach der Folterung und dem Selbstmord der Liù ab – der Dirigent Arturo Toscanini legte bei der Uraufführung am 26. April 1926 an dieser Stelle den Taktstock mit den Worten „Hier endet das Werk des Meisters“ zur Seite. Von der letzten Auseinandersetzung zwischen dem Prinzen und Turandot, die sich zur liebenden Frau wandelt, hat Puccini nur Fragmente hinterlassen.

verena.koegler@remove-this.staatstheater.nuernberg.de