01.05.2014 09:00 Oper von Richard Wagner

Theater in Nürnberg: Die Walküre - Göttervater Wotan gibt seiner Lieblingstochter einen Auftrag

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Im zweiten Teil von Richard Wagners Tetralogie „Der Ring des Nibelungen“ steht Wotan in den Trümmern seiner eigenen Welt; Fotos: Ludwig Olah

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Von: GFDK - Staatstheater Nürnberg

Göttervater Wotan gibt seiner Lieblingstochter, der Walküre Brünnhilde, einen Auftrag: Im Kampf zwischen dem Helden Siegmund und Hunding soll Siegmund zum Sieg verholfen werden.

Doch Siegmund hat mit Hundings Frau Sieglinde die Ehe gebrochen, als er in ihr die eigene Schwester wiedererkannt hat. Von seiner Frau Fricka unter Druck gesetzt, widerruft Wotan seinen Befehl. Aber Brünnhilde kennt den wahren Willen des Gottes und widersetzt sich dem Vater, um dem Helden zum Sieg zu verhelfen, der als Mensch das Werkzeug des obersten Gottes werden soll. Die Rache Wotans ist fürchterlich: Er erschlägt den eigenen Sohn Siegmund und legt Brünnhilde in ewigen Schlaf, aus dem sie nur ein neuer Held retten kann, der von den Göttern nichts weiß.

Theater in Nürnberg

Im zweiten Teil von Richard Wagners Tetralogie „Der Ring des Nibelungen“ steht Wotan in den Trümmern seiner eigenen Welt. In „Das Rheingold“ war dem obersten Gott die Kontrolle über eine Welt aus Göttern, Riesen und Zwergen entglitten. Das Zwillingspaar Siegmund und Sieglinde hat Wotan mit einer Menschenfrau gezeugt, damit die freien Menschen die Welt vor den gierigen Händen des Nibelungen Alberich retten.

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Mit der Liebesgeschichte des unglücklichen Geschwisterpaars, der Todesverkündung, bei der die Walküre Brünnhilde den Befehl ihres Göttervaters Wotan verweigert, und dem Abschied Wotans von seiner ungehorsamen Lieblingstochter Brünnhilde enthält „Die Walküre“ einige der emotional berührendsten Szenen der gesamten Tetralogie. Zugleich kündigten sich in dem Werk bereits die Resignation Wotans, das Ende der Götter und damit eine neue Zeit an.


verena.koegler@remove-this.staatstheater.nuernberg.de