06.01.2015 08:00 von Heinrich von Kleist

Theater in Nürnberg: Das Käthchen von Heilbronn - ein märchenhaftes Ritterschauspiel

Das Kaethchen von Heilbronn theater

Nichts in dieser traumhaften Welt ist so, wie es scheint; Fotos: Marion Bührle

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Von: GFDK - Staatstheater Nürnberg

„Ja, wenn wir den ganzen Zusammenhang der Dinge ein-sehen könnten, doch Anfang und Ende jeder Wissenschaft sind im Dunkel verhüllt; alles verweist auf etwas anderes.“ 

Theater in Nürnberg

So zitiert der ungarische Literaturwissenschaftler und Kleistspezialist László F. Földényi in seinem Buch „Im Netz der Wörter“ Heinrich von Kleist. Und so verweisen auch die Geschehnisse in Kleists märchenhaftem Ritterschauspiel „Das Käthchen von Heilbronn“ auf etwas anderes. Nichts in dieser traumhaften Welt ist so, wie es scheint. Die alte Ordnung ist zerfallen und eine neue noch nicht gefunden. Bestimmend für alle Figuren sind ihre Gedanken- und Gefühlsverwirrungen. Nur die Titelfigur, das Käthchen von Heilbronn, scheint Gewissheit zu haben, sie glaubt an die Wahrheit des Gefühls, traumversunken liebt sie ihren Ritter, den Grafen Wetter vom Strahl.

Doch was soll der Graf mit einem Mädchen, wo er doch in Kunigunde seine zukünftige Braut sieht? Nichts als Ärger hat er mit ihrer „hündischen Liebe“. Selbst vor einem Gericht muss er sich verantworten, weil der eifersüchtige und besorgte Vater auf Kindesentführung klagt. Doch auch freigesprochen kommt der Mann nicht zur Ruhe.

Freunde der Kunst

Im Traum ist ihm ein Engel erschienen, der ihm die Hochzeit mit einer Kaiserstochter prophezeit hat. Ist es Kunigunde von Thurneck, oder vielleicht doch dieses Käthchen von Heilbronn? Wem kann er vertrauen? Was ist die Wahrheit? Was ist Wirklichkeit?

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