05.01.2015 09:00 Komische Oper von Bedřich Smetana

Theater in Münster: Die verkaufte Braut - Dorfeigentümlichkeiten zwischen Liebe, Geld, Geschwätz und anderen Welten in der Nussschale

Die verkaufte Braut oper

Marie, Kind der Eheleute Krušina, und der zugereiste Knecht Hans sind ineinander verliebt; © Oliver Berg, Theater Münster

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Von: GFDK - Theater Münster

Marie, Kind der Eheleute Krušina, und der zugereiste Knecht Hans sind ineinander verliebt. Doch der Bauer hat seine Tochter dem Sohn des reichen Gutsbesitzers Micha versprochen.

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Dieser hat nun aber zwei Söhne. Der Ältere stammt aus einer ersten Ehe, wurde von der neuen Ehefrau Háta aus dem Haus geekelt, und gilt seither als verschollen. Der jüngere, schüchterne, mit einem Sprachfehler behaftete Wenzel soll nun Maries Ehemann werden. Zu diesem Zweck wird der geübte und erprobte Heiratsvermittler für ländliche Bräute Herr Kecal – zu Deutsch: Schwätzer – engagiert. Bevor nun zum guten Schluss Marie doch noch ihren Hans bekommt, wird die Geschichte durch vielerlei Turbulenzen erschüttert: So mündet Hansens trickreiche Wendigkeit zwischenzeitlich in den Verkauf seiner Braut und Wenzels kindliches Gemüt erfährt durch einen Wanderzirkus völlig neue Gefühlswelten.

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Smetanas am 30. Mai 1866 in Prag uraufgeführte VERKAUFTE BRAUT zeigt in fein ironisierender Manier den von Habgier, Eitelkeit und Egoismus beherrschten Mikrokosmos einer scheinbaren Kleinbürger-Idylle. Liebe und Geld heißen die großen Antagonisten, die bittersüße Erfahrungen und durchaus Abgründiges zutage fördern. Smetanas temperamentvolle, rhythmisch zündende Musik schafft ein überaus reiches Beziehungsgeflecht. Ihre Schönheit, ihre Farben und ergreifenden Momente begleiten das Geschehen furios.

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