05.01.2015 08:00 von Edward Albee

Theater in München: Wer hat Angst vor Virginia Woolf? - düstere Beziehungsspiele des gehobenen Bürgertums

residenztheater muenchen

Ohne Wissen ihres Ehemannes George hat Martha den neuen Biologieprofessor Nick und seine Frau Honey nach einem offiziellen Fest in ihr Haus eingeladen; (c) Andreas Pohlmann

Von: GFDK - Residenztheater München

Auf einem Spiegel in einer Bar in Greenwich Village hatte er die Worte entdeckt: "Who‘s Afraid of Virginia Woolf?"

Theater in München

Eigentlich sollte der Titel seines neuen Dramas „The Exorcism“ heißen. Und um eben eine solche Austreibung ging es Edward Albee bei seiner legendären Afterparty von Martha, George, Nick und Honey, die seit der New Yorker Uraufführung im Jahr 1962 als "Klassiker" gilt und als Schauspielerfest.

Ohne Wissen ihres Ehemannes George hat Martha den neuen Biologieprofessor Nick und seine Frau Honey nach einem offiziellen Fest in ihr Haus eingeladen. George, Geschichtsdozent am hiesigen College, kennt die Gesellschaftsspiele seiner Ehefrau Martha nur zu gut. Als Tochter des Rektors besitzt sie Macht und Einfluss und liebt es, mit den Gefühlen anderer zu spielen. Doch an diesem Abend ist alles anders und das Spiel eskaliert.

Freunde der Kunst

Bereits in seinen Inszenierungen "Die bitteren Tränen der Petra von Kant" und "Hedda Gabler" widmete sich Martin Kušej den düsteren Beziehungsspielen des gehobenen Bürgertums. Sein Interesse gilt den Schaukämpfen der modernen Gefühlswelt, deren Verletzungen sich tief in die Seelen und Herzen seiner Protagonisten wühlen, bis ins Mark.

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