23.09.2015 07:38 Geschäfte mit Sex und Gewalt

Theater in München: Netzwelt - Kollision von Technologie und menschlichem Begehren im virtuellen Zeitalter

Theaterstueck Die Netzwelt

Jennifer Haleys Theaterstück "Die Netzwelt" verhandelt die Kollision von Technologie und menschlichem Begehren im virtuellen Zeitalter. Foto: Thomas Dashuber

Von: GFDK - Residenztheater

Im verführerischen Paradies 'Netzwelt', einem technisch optimierten digitalen Refugium, können sich die Kunden unter fremder Identität ihre geheimsten Wünsche erfüllen. Der vom Geschäftsmann Sims betriebene virtuelle Club macht Geschäfte mit Sex und Gewalt.

Als Sims von der engagierten Ermittlerin Morris wegen Verdacht auf Kindesmisshandlung vorgeladen und verhört wird, argumentiert er mit der Fiktionalität seiner 'Netzwelt' und der Freiwilligkeit aller Beteiligten. Morris, die sich als Woodnut in Sims 'Netzwelt' eingeloggt hat, erfährt im virtuellen Kontakt mit den von Sims programmierten Geschöpfen erschreckende Wahrheiten über die eigenen Sehnsüchte. Mit Hilfe des vom realen Leben enttäuschten und in den Möglichkeiten des Clubs Erlösung suchenden ehemaligen Lehrers Doyle will Morris Sims nun endgültig überführen und die neunjährige Iris aus dem Bannkreis ihres geliebten Schöpfers befreien.

Spielzeiteröffnung am Residenztheater

Jennifer Haleys Theaterstück "Die Netzwelt" verhandelt die Kollision von Technologie und menschlichem Begehren im virtuellen Zeitalter. Die Autorin fragt nach Ethik und Verantwortung sowie der eigentlichen Konsequenz moderner Technologien und wagt einen verstörenden Blick in eine Zukunft, die längst begonnen hat.

Premiere am 26. September 2016

Weiterführende Links:
Alle Termine: http://www.residenztheater.de/inszenierung/die-netzwelt