04.04.2015 09:00 nach dem Roman von Gustave Flaubert

Theater in München: Madame Bovary - träumt von Paris, nimmt sich zwei Liebhaber

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Am Ende leidet Emma Bovary an ihrer Liebe und ihrem Geliebtwerden; (c) Thomas Dashuber

Von: GFDK - Residenztheater München

Eine Bauerstochter aus der Normandie heiratet den Arzt Charles Bovary, der sie bald langweilt, wie auch die Provinz in der sie landet und so träumt sie von Paris, nimmt sich zwei Liebhaber und am Ende Arsen, als sie vor Schulden und Verzweiflung keinen Ausweg mehr sieht.

Theater in München

Sie ist der Archetyp der unverstandenen Frau, die sich in Tagträume flüchtet, ausgelöst durch Romanlektüre, unerfülltes Sehnen und eine ausgesprochen reiche Phantasie. Am Ende leidet Emma Bovary an ihrer Liebe und ihrem Geliebtwerden, sie „spürte, dass ihre Seele sie durch diese Erinnerung verließ, so wie die Verwundeten, wenn sie im Sterben liegen, fühlen, wie das Leben durch ihre blutende Wunde entweicht.“ Ihr Tod bringt keine Sühne. Mehr als fünf Jahre arbeitet Flaubert intensiv an seiner „Madame Bovary“, fast täglich erzählt er in Briefen davon, bis zum Ende überarbeitet er, korrigiert, liest laut, ändert zurück in unzählbaren Korrekturgängen. Das Ergebnis ist nicht weniger als der Beginn der literarischen Moderne.

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