30.04.2014 08:00 Montague und Capulet

Theater in Mönchengladbach: Romeo und Julia - Tragödie von William Shakespeare

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Star-cross’d lovers. So nennt Shakespeare seine tragischen Teenager-Helden im Prolog; (c) siehe Bild

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Von: GFDK - Theater Krefeld und Mönchengladbach

Drei Bürgerkriege schon brachte die Feindschaft der Familien Montague und Capulet über die Stadt Verona, ein vierter kann jederzeit losbrechen.

Das ist die Lage, als sich auf einem Maskenball ausgerechnet Romeo, jüngster Spross der Montagues, und Julia, einzige Tochter der Capulets, unsterblich ineinander verlieben.

Theater in Mönchengladbach

Star-cross’d lovers. So nennt Shakespeare seine tragischen Teenager-Helden im Prolog, und durch die wörtliche Bedeutung hindurch – ‚Liebende unterm bösen Stern’ – vernimmt man etwas von der kosmischen Gewalt dieser Liebesgeschichte, die seit 500 und mehr Jahren Menschen in ihren Bann schlägt. Wieder und wieder, solange Jungen und Mädchen füreinander entbrennen. Wieder und wieder, solange Väter etwas anderes für ihre Töchter im Sinn haben als diese für sich selbst. Solange Liebe hinfällt, wo sie nicht hinfallen sollte.

Star-cross’d lovers. Die ungeheure Geschichte einer Liebe, der nicht mehr Zeit als zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang vergönnt war. Die Geschichte einer Liebe, die der Feindschaft zum Opfer fiel, die ihre Familien trennte. Die Geschichte zweier Liebender, über deren Gräbern ihre Familien sich versöhnten.

Freunde der Kunst

Mehrere italienische Novellen der Renaissance erzählen von Romeo und Julia, englische Dramen gab es, die aber nicht erhalten sind. Überliefert und bis heute stets aufs Neue angeeignet wird nur Shakespeares komplexer Geniestreich: Liebestragödie, Pubertätsdrama und Gang-Epos, romantisch und komisch, strahlend und düster, von heiligem Ernst und obszönem Witz, derb und bedrückend.

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