11.05.2015 08:00 Hector Berlioz

Theater in Mannheim: La damnation de Faust - er ist auf der Suche nach sich selbst

La damnation de Faust oper

Es ist Faust, der ewig Zweifelnde, der ewig Suchende; (c) Hans Jörg Michel

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Von: GFDK - Nationaltheater Mannheim

Er ist auf der Suche. Nach sich selbst, nach seinem Leben.

Theater in Mannheim

Er zweifelt an jeglichem Sinn, steht kurz davor, sich zu vergiften, als der Ostergesang Erinnerungen an seine Kindheit hervorruft und ihn von diesem Vorhaben abbringt. Es ist Faust, der ewig Zweifelnde, der ewig Suchende. Der Einsame. Er lässt sich auf eine Begegnung mit Méphistophélès ein, der ihm zunächst die Vergnügungen in Auerbachs Keller, dann in Marguerites Schlafzimmer nahe bringt.

Es scheint so, als hätte der Unstete endlich seine Bestimmung gefunden, doch das Hochgefühl hält nur kurze Zeit an. Faust geht zurück in die Natur, hinterlässt jedoch eine Spur der Verwüstung, die ihn letztendlich einholt und in die Hölle bringt. Den Pakt hierzu unterschreibt er freiwillig.

Mit La damnation de Faust gehört Berlioz zu den ersten Künstlern in der Nachfolge Goethes, die dem Faust-Stoff eine eigene Deutung geben. Obwohl er sich an dem Werk des deutschen Dichters orientiert, macht er bereits im Titel deutlich, dass es ihm um eine andere Geschichte geht. Die Musik führt die literarischen Motive auf einer neuen Ebene fort und mit äußerst differenziertem Orchestereinsatz erzeugt Berlioz Klanggemälde, die in ihren extremen Kontrasten den Zuhörer mitnehmen auf eine phantastische Reise.

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