10.01.2012 07:22 ein abendfüllendes Drama

Theater in Mannheim: EIN BISSCHEN RUHE VOR DEM STURM (UA) von Theresia Walser - Wiederaufnahme am 12. Januar

Foto: Hans Jörg Michel

Von: Sandra Strahonja

 

Als Theresia Walser den Auftrag der neuen Schauspieldirektion erhielt, zum Start des neuen Schauspielteams ein Stück zu schreiben, konnte keiner der Beteiligten ahnen, dass das Eröffnungsdramolett bei Publikum und Kritikern eine derart große Resonanz finden und sich im Laufe der Spielzeit zu einem begehrten Repertoirestück entwickeln würde. Offensichtlich traf die satirische Kritik am modernen Regietheater einen besonderen Nerv. Darüber hinaus haben gleich zu Anfang einige Theater Interesse angemeldet Ein bißchen Ruhe vor dem Sturm ebenfalls zu zeigen. Theresia Walser hat daraufhin das Stück zu einem abendfüllenden Drama erweitert, das jetzt zu Beginn der zweiten Spielzeit von Burkhard C. Kosminski seine zweite Premiere erfährt.

Die Grundkonstellation ist freilich geblieben:
Drei Schauspieler warten auf ihren Auftritt in einer Talkshow. Der berühmte Franz Prächtel und der prominente Peter Söst sind eingeladen, weil sie gerade als Hitler im Film reüssierten. Der junge Ulli Lerch hat den Goebbels gespielt. Während sie über ihre Figuren und die Darstellbarkeit des Bösen streiten, wird die Schauspielkunst und das Theater an sich ihr Thema. Was auf der Bühne stattfinden darf, wird schließlich zum unfreiwillig komischen Glaubenskrieg.  Theresia Walser hat ein amüsantes Kurzdrama über egomanische, engagierte und ehrgeizige Schauspieler geschrieben, die, bekanntermaßen, auch grandiose Selbstdarsteller sind.

Theresia Walser schrieb neben Ein bisschen Ruhe vor dem Sturm auch die Stücke Monsun im April, Herrenbestatter und Die ganze Welt für das Nationaltheater Mannheim. Regie führte jeweils Schauspieldirektor Burkhard C. Kosminski.

 

Inszenierung: Burkhard C. Kosminski – Bühne: Florian Etti – Kostüme: Sabine Blickenstorfer – Dramaturgie: Ingoh Brux

 

Franz Prächtel: Ralf Dittrich - Peter Söst: Thorsten Danner - Ulli Lerch: Sven Prietz

 

www.nationaltheater-mannheim.de; Kartentelefon: 0621 – 16 80 150

 

Termine bis 23.2.2012

 

 

Sandra Strahonja

-Pressereferentin Oper und Schauspiel-

 

Nationaltheater Mannheim

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