05.05.2013 07:00 Ballettabend

Theater in Mainz: Inferno - gequälte Körper, Schattenleiber und dämonische Fratzen

theater mainz

Inferno - Ballettabend im Theater Mainz; (c) Martina Pipprich

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Von: GFDK - Staatstheater Mainz - 5 Bilder

Die Hölle inspirierte zahlreiche Künstler – nicht nur Dante Alighieri lieferte mit seiner „Göttlichen Komödie“ eine eindrückliche Beschreibung des Infernos, sondern auch zahlreiche Maler wie Matthias Grünewald oder Lucas Cranach der Ältere ließen sich zu Darstellungen der Hölle inspirieren.

Theater in Mainz

Pascal Touzeau beschäftigt sich für seinen Ballettabend „Inferno“ mit jener Höllen-Thematik und setzt sich mit allegorischen Darstellungen gequälter Körper, Schattenleiber und dämonischer Fratzen auseinander. Die Vorstellung eines ewig in Schmerz und Sünde gebannten Körpers – eine Herausforderung, die Touzeau annimmt, um Spielräume einer Grenzsituation zu erkunden. Anknüpfend an seine Arbeit „The Irin – Fluch des Engels“ gestaltet er ein „Höllenspektakel“, das nach der Darstellbarkeit von Schmerz fragt und Schönheit als existenziellen Trost erlebbar zu machen versucht.

Schauspiel Mainz

Pascal Touzeau erhielt seine Ausbildung am Konservatorium seiner Heimatstadt Bordeaux. Unter der Leitung von William Forsythe war er von 1992 bis 2001 Mitglied des Ballett Frankfurt. Nachdem er als Ballettdirektor in Madrid gearbeitet hatte, wurde er mit der Spielzeit 2009 / 2010 Ballettdirektor von ballettmainz und kreierte hier neoklassische Handlungsballette wie „Romeo und Julia“, essayistische Erkundungen wie „Heaven’s Sky“ oder dem modernen Tanztheater verpflichtete Stücke wie „Voice 1“.

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