02.10.2013 08:00 zum letzten Mal am 3.10.2013

Theater in Mainz: Giuseppe Verdi schuf mit „Macbeth“ eines seiner kompromisslosesten Werke

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Nur mit dem Kompass ihrer Machtinstinkte ausgestattet halten Lady Macbeth und ihr Mann Kurs auf das Nichts; (c) Martina Pipprich

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Von: GFDK - Staatstheater Mainz

Nur mit dem Kompass ihrer Machtinstinkte ausgestattet halten Lady Macbeth und ihr Mann Kurs auf das Nichts. Von den Prophezeiungen der Hexen in seinem Ehrgeiz bestärkt, von seiner Frau beraten und an die Hand genommen geht Macbeth seinen Weg zur Macht über Leichen. Er und seine Frau räumen alle potenziellen Rächer und Nachfolger aus dem Weg, bis sich eine Prophezeiung der Hexen auf unerwartete Weise erfüllt und das Volk, unter der Führung eines neuen Herrschers, zum Aufstand gegen ihn rüstet.

Theater in Mainz

Giuseppe Verdi schuf mit „Macbeth“ eines seiner kompromisslosesten Werke. Dem Orchester kommt hier erstmals bei Verdi eine Hauptrolle zu: Die Protagonisten bewegen sich in einem dichten Netz aus musikalischen Motiven. Zwischen eleganten rhythmischen Figuren, fahlen Echos geängstigter Seelen und großen melodischen Bögen wird der Abgrund ausgemessen, in dem Lady Macbeth und ihr Gatte allem Kalkül zum Trotz taumelnd zu Tode kommen.

Freunde der Kunst

Tatjana Gürbaca ist Operndirektorin am Staatstheater Mainz und inszenierte in Mainz zuletzt „Il primo omicidio overo Cain“, „Un ballo in maschera“ und den „Macbeth“ von Salvatore Sciarrino.

cvillinger@staatstheater-mainz.de