28.04.2014 09:00 von Natascha Gangl

Theater in Mainz: Die große zoologische Pandemie - schockierend, verunsichernd, bedrohlich

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In „Die große zoologische Pandemie“ von Natascha Gangl werden Einbrüche aller Art akut durchlebt; Foto: Bettina Müller

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Von: GFDK - Staatstheater Mainz

Ein Einbruch ist schockierend, verunsichernd, bedrohlich, und er zerstört jede vermeintliche Sicherheit.

In „Die große zoologische Pandemie“ von Natascha Gangl werden Einbrüche aller Art akut durchlebt, aber auch minutiös theoretisch untersucht und führen zum (abstrakten) Zusammenbruch von der kleinsten Zelle bis hin zur ganzen Welt. Doch auch Tröstliches lässt der Text vermelden: „Nichts, das dir wertvoll ist, kann man dir rauben!“ Natascha Gangls Text kreist um innere wie äußere Zustände: die körperliche Bedrohung durch einen Virus, den Raub an privatem und geistigem Eigentum, den Einmarsch in ein anderes Land, die Gefahren der Liebe.

Theater in Mainz

Sind Quarantäne oder Krieg womöglich die einzigen Lösungen, um dem Anderen noch begegnen zu können? Nach einer ersten erfolgreichen Zusammenarbeit von Natascha Gangl und Felix Meyer-Christian bei „Gipfelstürmer Dramahopping Playspotting“ zu Beginn der Spielzeit 2012/2013, soll diese nun weitergeführt und weiterentwickelt werden. Meyer Christians bildgewaltiges, spektakuläres und energiegeladenes Theater, kombiniert mit Gangls rhythmisch hochentwickelten Assoziationsketten, lässt auf einen weiteren grotesken und spannungsreichen Theaterabend hoffen.

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