09.01.2014 08:00 Tamsin Oglesby

Theater in Linz: Der (eingebildete) Frauenfeind - eine Komödie nach Motiven von Molière

Der eingebildete Frauenfeind theater linz

Man sollte die Frauen nicht unterschätzen; © Christian Brachwitz

Von: GFDK - Landestheater Linz

Molière, der in seinem gesamten Werk Scheinheiligkeit jeglicher Art anprangerte, würde sich an der heutigen Gesellschaft und ihren Lebensgewohnheiten köstlich ergötzen. Im Auftrag des Landestheaters hat Tamsin Oglesby, die Autorin der erfolgreichen Produktionen Richtig alt, so 45 und Ephebiphobia(Angst vor Teenagern), ein urkomisches Stück geschrieben, das die Molièrschen Motive in unserer heutigen Welt untersucht.

Theater in Linz

Dafür hat sie sich von einem Fall aus der gar nicht so fernen Musikgeschichte inspirieren lassen, der sich einige Kilometer nördlich von Linz in Bayern wirklich zugetragen hat. Die Aufnahme der ersten weiblichen Trompeterin bringt die männliche Leitungsriege eines Sinfonieorchesters an den Rand des Wahnsinns und der unfreiwilligen Selbst-Demontage. Da das überzeugende Vorspiel hinter einem Vorhang stattfindet, können ihre Vorurteile das Engagement nicht verhindern. Doch damit hat der Krieg für Generalmusikdirektor Frank und seine Männer erst begonnen. Aber sie sollten die Frauen nicht unterschätzen …

Freunde der Kunst
 
Meine Antwort auf Molière ist prinzipiell JA. Ich liebe sein komisches Genie, seine ungeheuerliche Handlungsführung, seine verspielte Theatralität und seine satirische Haltung den großen moralischen Fragen gegenüber. (Tamsin Oglesby)

am 01.02.2014

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