04.06.2014 08:00 Lofft

Theater in Leipzig: Mixed-Abled Schwerpunkt im Lofft - Tanz und Theater im Zeichen von Inklusion und Teilhabe

theater leipzig

Ab 05. Juni gibt es im LOFFT eine ganz besondere Produktion; Bild 1: (c) Marion Müller

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Bild 2: (c) Martin Misere

tanz leipzig

Bild 3: (c) Max Langendorf

Von: GFDK - LOFFT

Nach der überaus erfolgreichen Tanzoffensive zum Thema Tanz, Mixed-Ability und Inklusion im Jahr 2013, haben wir unsere Bemühungen um dieses Thema kontinuierlich fortgesetzt und wollen Sie deshalb auf zwei Projekte im Juni aufmerksam machen:

1. Ab 05. Juni gibt es im LOFFT eine ganz besondere Produktion. Bryckenbrant aus Berlin zeigt LEISTUNGSTRÄGER TOD. Die Theatertruppe um den Regisseur Daniel Wittkopp, die Choreografin Janne Gregor und die Darsteller Grit Wagner und Christian Behrend vom Theater RambaZamba bezeichnen ihre Kunst selbst als Behinderungstheater: „Als Aufgeklärte wissen wir ja, was von all dem Theater zu halten ist: Nämlich nichts! Es ist bloß purer Aberglaube.

Theater in Leipzig

Doch Bryckenbrant schafft Wirklichkeiten!“ In LEISTUNGSTRÄGER TOD kümmern sie sich um die Wurzeln „des Theaters“ – die Toten, den Harlekin und die Neuberin. Eine schöne Anekdote zum Caroline-Neuber-Preis der Stadt Leipzig: 2014 wurde der Preis an die Leiterin des Theaters RambaZamba Gisela Höhne vergeben. Zwei Mitglieder ihres Ensembles beschäftigen sich nun im LOFFT mit der Figur Caroline Neuber. Zusätzlich bieten wir am 06. Juni den kostenlosen Workshop TOTENTANZ UND WAVE-GOTIK-TREFFEN mit der Präsidentin der europäischen Totentanzvereinigung Uli Wunderlich an.

2. Im Rahmen unseres Festivals TANZTAUSCH vom 19.-22. Juni 2014 zeigen das MICHAELDOUGLAS KOLLEKTIV aus Köln + und das TANZLABOR LEIPZIG, was passiert, wenn zwei sich völlig fremde Künstlergruppen eine Woche zusammen proben. Ohne Themenvorgabe und Premierendruck. Das Format wird von der Performancegruppe Michael-Douglas Kollektiv seit einiger Zeit gepflegt und kommt jetzt zum TANZTAUSCH-Festival nach Leipzig. Ab Montag, den 16. Juni 2014 werden Douglas Bateman und Michael Maurissens auf die Tänzer der Leipziger mixed-abled Compagnie Tanzlabor treffen.

Freunde der Kunst

Am Freitagabend zeigen sie in einer kleinen Präsentation, was in einer Woche Probenprozess passiert ist. So wird ersichtlich, wie ein tänzerischer und physischer Probenprozess funktioniert und was künstlerisches Forschen ohne Auftrag hervorbringen kann. Der ONE WEEK STAND basiert auf instinktiver Kreativität und physischen Impulsen innerhalb einer extrem intensiven Arbeitssituation.

goeschel@lofft.de