28.01.2014 09:00 Richard Wagner

Theater in Kiel: Tristan und Isolde - Welt, Macht, Ruhm, Ehre, Ritterlichkeit, Treue, Freundschaft

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Nun war des Sehnens, des Verlangens, der Wonne und des Elends der Liebe kein Ende; (c) Olaf Struck

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Von: GFDK - Theater Kiel

»Nun war des Sehnens, des Verlangens, der Wonne und des Elends der Liebe kein Ende: Welt, Macht, Ruhm, Ehre, Ritterlichkeit, Treue, Freundschaft – alles wie wesenloser Traum zerstoben; nur eines noch lebend: Sehnsucht, Sehn- sucht, unstillbares, ewig neu sich gebärendes Verlangen, Dürsten und Schmachten; einzige Erlösung: Tod, Sterben, Untergehen, Nichtmehrerwachen!« [Richard Wagner]
Der Tod begleitet die verbotene Liebe von Tristan und Isolde, seitdem es sie gibt.

Theater in Kiel

Damals erschlug Tristan Isoldes Verlobten Morold und ausgerechnet Isolde heilte Tristans Wunden – weil sie sich ineinander verliebten. Doch dann fädelt Tristan die Heirat von Isolde mit König Marke ein. Isolde fühlt sich verraten und zwingt Tristan zum »Sühnetrank«. Der Glaube, einen Todestrank getrunken zu haben, lässt Tristan und Isolde bis dahin verschwiegene Gefühle aussprechen. Damit ist an den verhassten Tag gekommen, was eigentlich der Nacht gehört. Ihre Liebe treibt dem Tod entgegen.

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Der erste Vierklang (f-h-dis-gis) des Werks ist zum musikalischen Inbegriff dieser Todessehnsucht geworden. Seine Zusammensetzung ist nicht mehr eindeutig einer bestimmten Tonart zuzuordnen. Nicht nur mit diesem »Tristan-Akkord« geht Wagner an die Grenzen der Tonalität: »Tristan ist eine der Ursprungsurkunden der musikalischen Moderne.« [Carl Dahlhaus]

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