04.03.2014 09:00 von Giacomo Puccini

Theater in Kassel: Tosca - es geht um die Freiheit des Einzelnen und die des Menschen im Allgemeinen

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TOSCA wird zu einer effektvollen Oper durch die musikalische Symbiose von politischem Gehalt und purer Emotion; (c) N. Klinger

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Von: GFDK - Staatstheater Kassel

Am 14. Juni 1800 tobt im Piemont die Schlacht von Marengo: Nachdem Anfang 1798 die Franzosen den Kirchenstaat Rom in eine Republik verwandelt hatten, kurz darauf aber die österreichischen Koalitionstruppen obsiegten, schickt sich nun Napoleon an, die Vorherrschaft in Italien zurückzuerobern.

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In Rom jagt unterdessen Polizeichef Scarpia die verbliebenen Republikaner. Der eingekerkerte Angelotti kann sich befreien und sucht nun nach einem Versteck.  Scarpia ist ihm dicht auf den Fersen, als der Kirchenmaler Cavaradossi und seine Geliebte Tosca den Geflüchteten vor weiterer Verfolgung schützen. Scarpia jedoch ahnt die Verschwörung und nimmt die beiden kurzerhand in Haft. Die Folterschreie Cavaradossis bringen Tosca letztlich dazu, Angelotti zu verraten. Die Freiheit scheint zum Greifen nahe. Da kommt die Nachricht über Napoleons Sieg herein. Cavaradossis unbedachte Vittoria-Rufe verhindern seine Freilassung, schlimmer noch: Jetzt soll er sterben. Hier aber ergibt sich eine Chance für Scarpia: Wenn Tosca sich ihm hingibt, will er ihren Liebsten davonkommen lassen …

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In Puccinis 1900 in Rom uraufgeführtem Musikdrama geht es einmal mehr um Freiheit: die des Einzelnen und die des Menschen im Allgemeinen. Der Komponist selbst beschreibt die Stimmung in TOSCA als qualvoll und düster. Zwar kommt auch die Leidenschaft nicht zu kurz, aber die Abkehr vom Romantisch-Lyrischen hin zum Realistisch-Pathetischen stellt einen von Puccini selbst angestrebten Stilwechsel dar. TOSCA wird zu einer effektvollen Oper durch die musikalische Symbiose von politischem Gehalt und purer Emotion.

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