25.04.2012 07:15 mit neu komponierten Rezitativtexten von Manfred Trojahn

Theater in Kassel: La clemenza di Tito von Wolfgang Amadeus Mozart - Wiederaufnahme am 28.4.2012

Fotos: Dominik Ketz

Von: Juliane Clobes - 3 Bilder

Mozarts Oper „La clemenza di Tito“ („Die Milde des Titus“) mit neu komponierten Rezitativtexten von Manfred Trojahn kommt nach fast zweijähriger Pause wieder auf die Bühne des Opernhauses: Am Samstag, 28. April, findet die Wiederaufnahme der Inszenierung von Johannes Schütz statt. Unter der musikalischen Leitung von Alexander Hannemann findet sich fast die komplette Premierenbesetzung auch für die Wiederaufnahme wieder zusammen: Tomasz Zagorski als Titus, Nina Bernsteiner als Vitellia, Maren Engelhardt als Annius, Ingrid Frøseth als Servilia und Igor Durlovski (Publius). Neu dabei ist die Mezzosopranistin Ulrike Schneider in der Rolle des Sextus.

 

In Mozarts Oper aus dem Jahre 1791 wird ein brutaler Staatsstreich zum Prüfstein für die Großherzigkeit des Kaisers. Ein typisch barockes Thema. Doch Mozarts Musik erzählt vom Innenleben moderner Menschen. So wird „La clemenza di Tito“ zu einem Exempel für das Verhältnis von Privatem und Öffentlichem, von Idealen und Realpolitik. Diese Modernität war auch Ansatzpunkt für die von Manfred Trojahn neu komponierten Rezitativtexte. Alt und Neu, Mozart und Trojahn gehen in dieser Fassung eine spannungsreiche Verbindung ein. Johannes Schütz rückt in seiner Inszenierung das Außergewöhnliche dieser Fassung in den Mittelpunkt, indem das Orchester nicht im Graben, sondern auf der Bühne platziert ist und die Sängerinnen und Sänger darüber in einem hell leuchtenden Kasten agieren.

 

Die Deutsche Bühne schrieb nach der Premiere: „Hannemann inspiriert sein Ensemble zu einem aus dem Detail heraus lebendigen, feinziseliert-expressiven Mozartspiel, jeder Einsatz bekommt einen Blick oder eine Geste des Dirigenten (…) Die ausgestellten Gefühle der gern weiß gekleideten Figuren im grellen Laborlicht sind nicht etwa konventionell-opernhaft, sondern verblüffend modern, ebenso wie die Kostüme von Sabine Thoss. Und man staunt nicht schlecht, wie gut das funktioniert bei dieser Oper. (…) Dazu passt ausnehmend gut, dass man in Kassel die von Manfred Trojahn nachkomponierten Rezitative spielt. Die originalen Secco-Rezitative stammen von Mozarts Schüler Franz Xaver Süßmayr und sind arg konventionell ausgefallen. Indem Trojahn sie durch schroff-exaltierte Accompagnato-Sätze ersetzt, legt er die Modernität der Mozart-Figuren auch musikalisch vollends frei. Diese psychische Aktualität wird zudem beglaubigt durch eine Reihe vorzüglicher Sängerdarsteller (…)“.

 

Karten für „La clemenza di Tito“ sind erhältlich an der Theaterkasse, Tel. (0561) 1094-222, und im Internet unter www.staatstheater-kassel.de. Weitere Vorstellungstermine: 11. und 20. Mai sowie 3. Juni

 

 

 

Juliane Clobes  Pressereferentin    STAATSTHEATER KASSEL Friedrichsplatz 15 / 34117 Kassel Telefon +49.561.1094-111 // Telefax +49.561.1094-5111 juliane.clobes@staatstheater-kassel.de www.staatstheater-kassel.de  facebook-staatstheater-kassel