24.03.2014 09:00 zwischen anarchistischer Komödie und Science Fiction

Theater in Kassel: Hase Hase - eine anarchische Familienkomödie von Coline Serreau

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Hase Hase - eine anarchische Familienkomödie von Coline Serreau; (c) N. Klinger

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Von: GFDK - Staastheater Kassel

Hase Hase ist der jüngste Spross einer siebenköpfigen Familie, die in wirtschaftlich schwierigen Zeiten um ihr Überleben kämpft: Der älteste Sohn studiert Medizin und wohnt noch zu Hause, der Vater ist arbeitslos, der mittlere Bruder wird wegen der Fälschung eines Ausweises von der Polizei gejagt, eine Schwester will sich scheiden lassen, die andere sagt auf dem Standesamt plötzlich im entscheidenden Moment »Nein« und die Nachbarin fühlt sich einsam. Deshalb sitzen sie nun alle in der kleinen Mietwohnung bei Mutter Hase – die virtuos Katastrophenmanagement betreibt.

Theater in Kassel

Als der Ex-Mann der Schwester und der Sohn der Nachbarin auch noch Schutz suchen, der älteste Sohn sich als Widerstandskämpfer outet und Hase Hase von der Schule fliegt, ist selbst Mutter Hase kurz davor, die Nerven zu verlieren – doch Hase Hase behauptet hartnäckig, er sei von Außerirdischen in den Schoß der Familie Hase ›praktiziert‹ worden, um zu überprüfen, ob die Menschheit es wert sei, gerettet zu werden.

Schauspiel in Kassel

Der Schauspielerin, Autorin und Filmemacherin Coline Serreau gelang mit Hase Hase 1986 (Deutsche Erstaufführung von Benno Besson 1992 am Schillertheater) ein Stück zwischen anarchistischer Komödie und Science Fiction, das voller Esprit die Frage nach einem lebenswerten gemeinsamen Leben stellt. Wegen seiner politischen Frechheit und seiner zutiefst menschlichen Figuren wurde es in den 90er Jahren zu einem der meistgespielten und erfolgreichsten Stücke an deutschen Theatern.

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 juliane.clobes@staatstheater-kassel.de