07.10.2013 09:00 Komödie von Anton Tschechow

Theater in Kassel: Der Kirschgarten - eine Geschichte vom Ende und Anfang

Der Kirschgarten am staatstheater kassel

Ein Landgut – mit einem spektakulären Kirschgarten; (c) N. Klinger

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Von: GFDK - Staatstheater Kassel

Ein Landgut – mit einem spektakulären Kirschgarten. Die Besitzerin Ranewskaja kehrt nach einigen Jahren in Paris zurück an den Ort ihrer Kindheit, der seit Generationen im Besitz ihrer Familie ist, an dem sie aber auch den Tod ihres Mannes und ihres kleinen Sohnes erlebt hat. Die Wiedersehensfreude ist groß; doch es hängt auch ein Damoklesschwert über der kleinen Gemeinschaft: Das Gut ist so verschuldet, dass die Zwangsversteigerung droht.

Theater in Kassel

Lopachin, ein zu Geld gekommener Kaufmann aus der Nachbarschaft, macht den Vorschlag, den drohenden Ruin abzuwenden, indem der unprofitable Garten abgeholzt und zur Errichtung von Sommerhäusern für Städter parzelliert wird. Doch die leichtfertige Gutsbesitzerin und ihr etwas weltfremder Bruder weisen solche pragmatischen Ideen empört zurück. Der Tag der Versteigerung kommt und die Illusionen zerplatzen: Lopachin ersteigert den Kirschgarten samt Gutshaus, und die alten Herrschaften müssen für immer Abschied nehmen. Beim Kofferpacken sind bereits die ersten Axthiebe zu hören.

Freunde der Kunst

Der Kirschgarten, geschrieben 1903, ist eine Geschichte vom Ende und Anfang, vom Wechsel der Zeiten und den Anpassungsschwierigkeiten der Menschen dabei. Eine ›comédie humaine‹, die auf komische und gleichzeitig tragische Weise das Festhalten der Menschen an bestimmten Vorstellungen und Illusionen thematisiert – und dagegen die Durchsetzungsfähigkeit derjenigen stellt, die mit dem aufkommenden Neuen ihre Chance sehen und ergreifen. »Wandelbar ist alles auf der Welt, und komisch ist diese Wandelbarkeit! Ein weites Feld für die Humoristik!«, wie Tschechow einmal lakonisch in einer kleinen Erzählung schrieb.

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