23.02.2014 08:00 Komödie von Anton Tschechow

Theater in Heidelberg: Die Möwe - alles bleibt wie es ist

theater heidelberg

Die Möwe ist schließlich zu einem Klassiker der Weltliteratur geworden; (c) Florian Merdes

moewe theater heidelbergkomoedie theater heidelbergmoewe tschechov heidelbergtschechov theater heidelberg
Von: GFDK - Theater Heidelberg

»Jetzt ist es also fertig, unser Theater: ein Vorhang, Bretter und die natürliche Umgebung.« Konstantin Treplew, Sohn der erfolgreichen Schauspielerin Arkadina, präsentiert zusammen mit seiner Geliebten Nina sein erstes Theaterstück. Losgelöst von den Menschen soll gezeigt werden, wie das Leben in deren Köpfen aussieht, und dafür verwendet er eine für seine Mitmenschen unverständliche Sprache voller Metaphern.

Theater in Heidelberg

Seine Mutter verhöhnt ihn, und Nina verliebt sich in Trigorin, der nicht nur erfolgreicher Schriftsteller, sondern obendrein noch der Geliebte von Konstantins Mutter ist. Sein künstlerisches Versagen und die unerwiderte Liebe zu Nina treiben Konstantin in die Verzweiflung.

Freunde der Kunst

Als Die Möwe 1896 in St. Petersburg uraufgeführt wurde, traf Tschechow auf völliges Unverständnis, das Publikum buhte das Stück aus, die Zeitungen schrieben Verrisse. Das Skandalöse an dieser Komödie war, dass sich durch ein dramatisches Ereignis einfach nichts ändert, alles bleibt wie es ist. Die widersprüchlichen Gefühle seiner Figuren, die psychologisch genau beobachteten Beziehungsgeflechte und die atmosphärische Dichte haben Die Möwe schließlich zu einem Klassiker der Weltliteratur gemacht.

sonja.zirkler@remove-this.heidelberg.de