21.03.2014 08:00 Komödie von Anton Tschechow

Theater in Hamburg: Die Möwe - eines der meistgespielten Stücke der Weltliteratur

Anton Tschechow hamburg

Muss Kunst nicht den Menschen verändern; (c) Krafft Angerer

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Von: GFDK - Thalia Theater

Muss Kunst nicht den Menschen verändern? Wütend rebelliert Konstantin, ein junger Schriftsteller, mit einem Theaterstück gegen die von ihm gehasste Kunst-Welt der Erwachsenen. Die Hauptrolle spielt Nina, die er liebt, ein junges Mädchen, das sich nach dem Theater und einem anderen Leben sehnt.  Doch die kleine Privataufführung auf dem Landgut des Onkels ist kein Erfolg.

Theater in Hamburg

Konstantins Mutter, die gefeierte Schauspielerin Irina Arkadina, begreift Konstantins  Suche nach „Neuen Formen“ als Angriff und lehnt sein Theaterstück vehement ab. Als sich Nina, die „Möwe“, dann auch noch dem beliebten Schriftsteller Trigorin zuwendet, scheint Konstantin nicht nur als Künstler, sondern auch als Liebender zu scheitern. Und auch andere Lebens- und Liebeskonstellationen geraten in Unordnung.

Freunde der Kunst

Tschechow selbst bezeichnete das Stück über sein eigenes  Metier als „Komödie“. Etabliert oder erfolglos, routiniert oder naiv, am Anfang oder am Ende ihres Lebens – alle träumen von Aufbruch und Veränderung durch die Kunst oder die Liebe. Doch als glücklose Interpreten des Stillstands drohen sie alles auf einmal zu verfehlen – ihr Leben, die  Liebe, und schließlich auch sich selbst.
„Die Möwe“, seit der Uraufführung 1896 eines der meistgespielten Stücke der Weltliteratur, handelt nicht nur von Literaten und Theaterleuten, sondern ist auch eine bittere Komödie über die große Frage, wie man leben soll.

presse@thalia-theater.de