21.02.2012 07:15 Ein analytisches Roadmovie

Theater in Göttingen: Tina Uebels DIE WAHRHEIT ÜBER FRANKIE bis 15.3.2012

Quelle: Deutsches Theater Göttingen

Von: Sandra Visscher - 6 Bilder

Ein Mann, Frankie, bringt drei junge BWL-Studenten dazu, ihr allzu absehbares Leben gegen ein Leben im Untergrund einzutauschen. Der angebliche Geheimdienstmann braucht ihre Hilfe im Kampf gegen neue Terroranschläge, aber auch gegen Verräter in den eigenen Reihen. Mit Verheißungen und Drohungen, Liebe und Gewalt, Zuwendung und Entzug gelingt es dem charismatischen Frankie, die drei - und ihre Weltsicht - nicht nur völlig umzucodieren, sondern sie zu totaler Hingabe und Abhängigkeit zu erziehen. Sie haben eine Aufgabe, ihr Leben scheint einen Sinn zu haben, die Welt ist auf ganz neue Weise lesbar. Bis alles auffliegt.

Im Wechsel erzählen Christoph, Judith und Emma ihre Version einer ungeheuerlichen Geschichte von Geheimnis und Verrat, Hingabe und Gewalt. Die Wirklichkeit wandelt sich zum bodenlosen Vexierspiel. Tina Uebels dreistimmiger Roman über den Wunsch, Agent zu sein, ist hochaktuell und brisant. Er zeigt eindrucksvoll die Intensität, mit der sich Menschen nach Sinn und Zugehörigkeit sehnen, und wie diese Sehnsucht sie verführbar macht. Brisant ist dies auch deshalb, weil dieser ganz und gar fiktive Text auf einer wahren Geschichte basiert, sogar in seinen extremen Zuspitzungen. Ein analytisches Roadmovie, ein wahrer ungelöster Krimi.

Tina Uebel, 1969 in Hamburg geboren, ist Schriftstellerin, freie Journalistin, Literaturveranstalterin und Weltreisende. Sie lebt auf der Reeperbahn in Hamburg-St. Pauli, wenn sie nicht gerade irgendwo unterwegs ist.

„Dieser unglaubliche Fall des Robert Hendy-Freegard stellt viele Fragen und verweigert sich einfachen Antworten. Wie verführbar wäre man wohl selbst, wie manipulierbar, hat man sich einmal entschieden, zu vertrauen. Ohne diese Neigung der Menschen, nach Höherem, nach Sinn und Bedeutsamkeit zu suchen, und zu streben, gäbe es keine Attentate im Namen der Religionen.“
(Hamburger Abendblatt)

"Wie weit gehen Menschen, um Sinn zu finden? Wie weit blenden sie Realität aus, um sich in einer selbst konstruierten Wirklichkeit wohl zu fühlen? Die Studenten sagen später, sie hätten sich mit Frankie zum ersten Mal lebendig gefühlt.“ (Hannoversche Allgemeine Zeitung)

 

Sandra Visscher

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