19.04.2014 09:00 von Anton Tschechow

Theater in Göttingen: Die Möve - ein humorvoller Blick auf das Beziehungsgeflecht von Menschen

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Zeichnet eine saturierte Gesellschaft nach, die mit Energie und großen Hoffnungen gegen eine drohende Sinnentleerung kämpft; (c) Isabel Winarsch

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Von: GFDK - Deutsches Theater Göttingen

Eine Sommergesellschaft in der Provinz. Zwischen Literatur und Liebe sehnen sich die Menschen nach einem anderen Leben.

Der Lehrer liebt Mascha, die den jungen Autor Kostja begehrt. Kostja ist in Nina verliebt, die von einer Karriere als Schauspielerin in den großen Städten träumt und sich in den erfolgreichen Schriftsteller Trigorin verliebt.

Theater in Göttingen

Dazwischen steht Kostjas Mutter Arkadina, selbst eine berühmte Schauspielerin, die ihren Geliebten Trigorin nicht freigeben will. Nina folgt Trigorin nach Moskau. Kostja bleibt mit gebrochenem Herzen auf dem Land zurück und versucht sich weiter im Schreiben – bis ihm Nina zwei Jahre später wieder gegenüber steht.

Freunde der Kunst

Der russische Autor und Arzt Anton Tschechow wirft einen humorvollen Blick auf das Beziehungsgeflecht von Menschen, die zwischen dem Leerlauf der Alltäglichkeit und der Sehnsucht nach Veränderung nach dem Nutzen ihrer Existenz fragen. Mark Zurmühles Inszenierung der 1896 uraufgeführten Komödie zeichnet eine saturierte Gesellschaft nach, die mit Energie und großen Hoffnungen gegen eine drohende Sinnentleerung kämpft und in der Flucht der einzelnen Individuen zueinander nach Geborgenheit sucht.

soertel@dt-goettingen.de