18.03.2015 09:00 Richard Wagner

Theater in Frankfurt: PARSIFAL - Musik versucht, die Geschlossenheit des Mythos zu umfangen

oper frankfurt

Es gibt in Wagners Festspiel nichts ohne Gleichnischarakter; Alle Bilder (c) Barbara Aumüller

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Von: GFDK - Oper Frankfurt

Es gibt in Wagners Festspiel nichts ohne Gleichnischarakter. Die Musik versucht, die Geschlossenheit des Mythos zu umfangen, als sei dieser eine Berglandschaft.

Theater in Frankfurt

Noch aber schmerzt Amfortas’ Wunde. Nur Gurnemanz, einzig vertraut mit der Genealogie des Grals, ein gebildeter Mythologe also, weiß von dem, der in der Lage ist, diese Wunde wieder zu schließen. Parsifals Rettungsaktion führt durch die von der Providenz Klingsors verfügte Topographie des Eros, von der Mutter über die Blumenmädchen zum Leib der Kundry, die ihn, den Ritter, im biblischen Sinne erkennen will und ihm den Namen verleiht. Erst nach Jahren, nach langer Inkubation, erscheint in schwarzer Rüstung der Tor wieder, diesmal mit dem Initiationsrequisit, dem heiligen Speer.

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Es folgen Kundrys Fußwaschung, die Salbung und die Enthüllung des Grals: „Nicht soll der mehr verschlossen sein“. Kundry sinkt entseelt zu Boden. Aus der Kuppel schwebt mit Harfenklang die weiße Taube über Parsifal.