28.03.2013 08:00 vereinigt auf eigenwillige Weise Oper und Theater

Theater in Frankfurt am Main: PASSION. Ein Opern- und Theaterfest in der Naxoshalle. OSTERN 2013 am 29.3.2013 im Willy Praml Theater

theater  in Frankfurt am Main: PASSION. Ein Opern- und Theaterfest in der Naxoshalle. OSTERN 2013 am 29.3.2013 im Willy Praml Theater

(c) Bild 1/2/3/8/9 Wolfgang Fuhrmannek

Bild 4/5/6/7 Seweryn Zelazny

Von: GFDK - Willy Praml Theater - 9 Bilder

Der vierstündige Abend der KAMMEROPER Frankfurt und des THEATER WILLY PRAML, vereinigt auf eigenwillige Weise Oper und Theater und führt von der Alltagsgeschichte einer verlassenen Liebhaberin hinüber zur großen Erzählung vom Tod des Menschensohns. Der Begriff PASSION: Leiden und Leidenschaft – verbindet die 3 Teile des gemeinsamen Projekts zu einer Suche nach dem Anfang und dem Ende des Lebens.

Teil I:

Eine Frau telefoniert mit ihrem Liebhaber, der sie nach 5 Jahren nicht mehr will. Zwischen Abgeklärtheit, Verletztheit, Koketterie und Verzweiflung bewegen sich ihre Worte schamlos hin und her, jetzt, da sie den Mittelpunkt ihres Lebens verliert. „Die menschliches Stimme“ von Francis Poulenc (nach einem Theaterstück von Jean Cocteau) ist ein Unikum der Operngeschichte: eine Telefonoper, die uns zu Voyeuren eines intimen Gespräches macht und eine Oper für eine einzige Stimme. Der Mann, das Ziel der Wünsche und Verwünschungen, bleibt unhörbar. Poulencs Musik folgt jeder Gefühlsschwankung und entwirft ein Psychogramm von äußerster Intensität.

Teil II: Intermezzo

Das Ende des Monodramas deutet einen Selbstmord an, doch die Kammeroper Frankfurt und das Theater Willy Praml führen die Geschichte der Frau weiter. Die Verlassene gebiert ein Kind. Der Sohn eines Gottes? Andrea Cavellari, zeitgenössischer italienischer Komponist, hat dazu eigens ein Streichquartett komponiert.

Teil III:

Das Panorama weitet sich aus von der vergeblichen Passion einer einzelnen Frau zur Passion Christi. Unter dem Titel: JESUS D ´AMOUR, gest. / auferst. DIE PASSION nach den Evangelien des Markus, Lukas, Matthäus und Johannes hat sich das THEATER WILLY PRAML an das Kernstück des Christentums herangewagt. Der Tod eines Einzelnen – Gott und Mensch in Eins, mit dem die Liebe in die Welt kommt.

Jerusalem, die politische Zuspitzung, der Tod am Kreuz: Es geht um die alte Frage, die in ihrem Kern bis heute für jeden Bedeutung hat, die Frage danach, was passiert, wenn jemand mit seinen eigenen Ansprüchen auf den Widerstand einer starren Gesellschaft trifft.

Diese biblische Passionsgeschichte präsentiert das Theater Willy Praml jenseits von Oberammergau: in einer Mischung aus Wucht und Komik.

Kontakt

THEATER WILLY PRAML in der Naxoshalle:
Wittelsbacherallee 29 60316 Frankfurt

theater.willypraml@t-online.de