25.04.2012 07:40 die Geschichte der Edelprostituierten Violetta Valéry

Theater in Essen: LA TRAVIATA Oper von Giuseppe Verdi - Premiere Samstag, 5. Mai 2012 im Aalto Theater

Foto: Jörg Landsberg / Liana Aleksanyan als Violetta Valéry

Von: Azita Mortazawi-Izadi

Nach fünfzehn Jahren steht wieder eine Neuproduktion von Giuseppe Verdis „La Traviata“ auf dem Aalto-Spielplan. Der Österreicher Josef Ernst Köpplinger, derzeitiger Intendant des Stadttheaters Klagenfurt und designierter Staatsintendant des Staatstheaters am Gärtnerplatz in München, führt Regie und arbeitet damit erstmals am Aalto-Theater Essen.

Köpplinger möchte in seiner Inszenierung mit Sinnlichkeit, Erotik und Poesie die Geschichte der Edelprostituierten Violetta Valéry erzählen. Zeitlich versetzt er das gesamte Geschehen Ende der zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts, die wirtschaftliche und gesellschaftliche Umbruchszeit vor der großen Depression. Das intime Kernstück bleibt aber die Liebesgeschichte der Kurtisane Violetta Valéry zu dem bürgerlichen Alfredo Germont.

Es musizieren die Essener Philharmoniker unter der Stabführung von Intendant und Generalmusikdirektor Stefan Soltesz.

 

„Ich sehne mich nach neuen, großartigen, schönen, abwechslungsreichen, kühnen Stoffen“, lautete das künstlerische Credo von Giuseppe Verdi. Als er 1852 das Schauspiel „Die Kameliendame“ von Alexandre Dumas sah, war ihm schlagartig klar, ein solches Opernsujet gefunden zu haben. Das Stück basiert auf dem 1848 erschienenen gleichnamigen Roman, in dem der französische Schriftsteller in Rückblenden die halbbiographische Geschichte der Beziehung zwischen der todkranken Edelprostituierten Marguerite Gautier (bei Verdi: Violetta Valéry) und dem bürgerlichen Armand Duval (Alfredo Germont) erzählt.

Verdi gab seinem einzigen Werk, das zu seiner Zeit – also Mitte des 19. Jahrhunderts – spielt, den Titel „La Traviata“ („die vom rechten Weg Abgekommene“). Er legte den Fokus auf das tragische Geschick von Violetta, deren Sehnsucht nach einem normalen Leben sich nicht erfüllt. Doch nicht sie scheitert an der Gesellschaft, die Gesellschaft scheitert an ihr. Die geradezu filmische Dramaturgie und die auf das innere Drama der Titelfigur, ihre Liebe, ihr Tuberkulose-Leiden, ihre Erinnerungen und ihren Tod konzentrierte Musik waren eine Neuheit. Die Uraufführung am 6. März 1853 im Teatro La Fenice in Venedig endete wohl auch wegen der provokativen Aktualität und moralischen Brisanz der Handlung in einem totalen Fiasko. Trotzdem oder gerade deswegen wurde die Oper zu einem Publikumsrenner.

 

Musikalische Leitung: Stefan Soltesz  | Inszenierung: Josef Ernst Köpplinger | Bühne: Johannes Leiacker | Kostüme: Alfred Mayerhofer | Choreographie: Karl Alfred Schreiner | Choreinstudierung: Alexander Eberle 

Einführungsmatinee 29.4.2012, 11:00 Uhr, Eintritt frei

Premiere 5.5.2012, 19:00 Uhr

Weitere Vorstellungen 12., 15., 17., 20., 25., 28., 31.5.; 3., 22.6.2012, Aalto-Theater

Premieren-Besetzung:
Violetta Valéry         Liana Aleksanyan  / Flora Bervoix          Francisca Devos
Alfredo Germont     Zurab Zurabishvili  / Giorgio Germont     Aris Argiris

 

Tickets: 0201-8122 200 

 

 

Azita Mortazawi-Izadi

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