04.02.2015 08:00 von Ernest Reyer

Theater in Erfurt: Sigurd - Die Nibelungen à la française

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Gunthers Schwester Hilda liebt Sigurd insgeheim und lässt ihm einen Vergessenstrank verabreichen; Fotos: (c) Lutz Edelhoff

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Von: GFDK - Theater Erfurt

Der Burgunderkönig Gunther hört von der auf einem Felsen gebannten und durch einen Zauber geschützten Brunehild und beschließt, sie zu befreien.

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Dasselbe Ziel hat auch Sigurd, der deshalb gekommen ist, um Gunther zum Zweikampf aufzufordern. Gunthers Schwester Hilda liebt Sigurd insgeheim und lässt ihm einen Vergessenstrank verabreichen. Dadurch betäubt, erklärt Sigurd sich bereit, Brunehild für Gunther zu gewinnen.

Es gelingt ihm, den Zauber zu brechen und Brunehild zu Gunther zu bringen. Zum Lohn soll er die Hand Hildas erhalten. Obwohl Gunther gegenüber Brunehild beteuert, dass er der Held war, der sie befreite, ahnt diese, dass Sigurd verzaubert worden sein muss. Nachdem der Betrug aufgedeckt wurde, töten Gunther  und Hagen Sigurd.

Trotz vieler Übereinstimmungen mit Wagners Götterdämmerung, aber auch mit dessen Tristan und Isolde, ist die Opern-Saga des Franzosen Reyer ein ganz eigenständiges, parallel zu Wagners Ring entstandenes Werk. Es schöpft direkt aus dem Nibelungenlied und der Edda und steht musikalisch in der Tradition der französischen Grand opéra, wenn auch mit vereinzelten Anklängen an Wagner, vor allem aber an Hector Berlioz.

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Nach der erfolgreichen Uraufführung in Brüssel folgte schnell die Pariser Erstaufführung des Sigurd, wo das Werk über Jahrzehnte gespielt wurde. Reyers Oper verschwand nicht nur wegen der Nähe zu Wagner in den 1930er Jahren aus dem Repertoire, sondern in Folge der aussterbenden Tradition der Grand opéra.

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