18.02.2014 09:00 Friedrich Schiller

Theater in Erfurt: Kabale und Liebe - die Geschichte einer Liebe

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Ein für allemal! Meine Tochter kommt mit dem Baron ins Geschrei; (c) Theater Erfurt

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Von: GFDK - Theater Erfurt

„Ein für allemal! Meine Tochter kommt mit dem Baron ins Geschrei.“ Der Frieden des Bürgerhauses Miller ist in Gefahr, denn die Tochter Luise liebt einen Adligen, den Sohn des Präsidenten. Die unerhörte Beziehung wird zum Stadtgespräch und – weil zugleich die Staatsinteressen gestört werden – zu einem Politikum. Eine Kabale ist vonnöten …

Theater in Erfurt

Schiller erzählt in seinem Trauerspiel die Geschichte einer Liebe, die von Beginn an alle Konventionen unterläuft, und in der sich alle Figuren in persönlichen oder gesellschaftlichen Zwängen bewegen: Miller arrangiert sich mit den Mächtigen, um seine Familie unterhalten zu können, des Präsidenten Kalkül ist auf seine politische Karriere ausgerichtet, die Lady glaubt, nur über Ferdinand zu einem neuen Leben zu finden und Wurm hofft, durch Verrat und Intrige endlich Luise für sich zu gewinnen. Ferdinand und Luise? Vermutlich wäre ihre Liebe auch ohne diese alles zerstörende Kabale nicht von Bestand. Zwischen ihnen liegen Welten, weil ihre Haltungen zum Leben zu unterschiedlich sind und letztendlich das gegenseitige Vertrauen fehlt.

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Roland Hüve hat Schillers Szenenfolge beibehalten und dabei den Originaltext sinnfällig gestrafft. In seiner Fassung des zeitlosen Klassikers verkörpern zwei Schauspieler im wechselseitigen Rollentausch alle Figuren. ER und SIE. Sie spielen Kabale und Liebe, spielen Ferdinand und Luise, eine junge, große Liebe. Aber auch all jene, die diese Liebe zerstören ...

kehr@theater-erfurt.de