14.07.2013 08:00 Giuseppe Verdi

Theater in Dusiburg: Luisa Miller - Konflikt der Titelheldin, deren Liebe zu Rodolfo an den unüberwindbaren sozialen Schranken scheitert

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Das Trauerspiel wurde auf ein operntaugliches Libretto reduziert, nicht zuletzt, weil es der Erwartungshaltung seines bürgerlichen Publikums und der politischen Zensur angepasst werden musste; (c) Theater Duisburg

Von: GFDK - Theater Duisburg

Nachdem Giuseppe Verdis (1813-1901) Pläne, am Teatro San Carlo in Neapel für eine Auftragsoper einen historischen Roman über das Ende der florentinischen Republik zu vertonen, an der Zensurbehörde gescheitert waren, entschieden sich der Komponist und sein Textdichter Salvatore Cammarano für ein Libretto nach Friedrich Schillers "Kabale und Liebe".

Theater in Duisburg

Das Trauerspiel wurde auf ein operntaugliches Libretto reduziert, nicht zuletzt, weil es der Erwartungshaltung seines bürgerlichen Publikums und der politischen Zensur angepasst werden musste. Erscheint nun der Text der "Luisa Miller" in seiner Hinwendung zum kleinbürgerlichen Familiendrama gegenüber der Vorlage entschärft, so wird doch in Verdis Musik eine unbändige Kraft deutlich, die durchaus von Schillers Sozialkritik beeinflusst ist. Vor allem in dem revolutionären Geist Millers sowie dem Protest des Chors nach dessen Festnahme und seiner Einschüchterung durch Wurm spiegeln sich die gesellschaftlichen Verhältnisse seiner Zeit.

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Eigentliches Thema in "Luisa Miller" ist der Konflikt der Titelheldin, deren Liebe zu Rodolfo, dem Sohn des Grafen von Walter, an den unüberwindbaren sozialen Schranken scheitert. Sie wird Opfer einer Intrige des hinterhältigen Schlossverwalters Wurm, der Luisa besitzen will. Als sie sich ihm verwehrt, zwingt er sie unter dem Siegel der Verschwiegenheit, ihre Liebe zu ihm in einem Brief zu beeiden, anderenfalls käme ihr Vater beim Grafen Walter in Haft.

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Daraufhin beschließt Luisa, sich das Leben zu nehmen. Miller kann sie davon abhalten, doch plötzlich taucht Rodolfo auf und zwingt sie, Rechenschaft abzulegen. Luisa, gebunden durch ihren Eid, kann erst, als sie den von ihrem Geliebten vergifteten Wein getrunken hat, in Todesgewissheit die ganze Wahrheit sagen.

Carlos Wagner, der bereits Bizets "Carmen" auf die Bühnen der Deutschen Oper am Rhein brachte, wird gemeinsam mit Kaspar Zwimpfer, der dem Publikum durch sein eindrucksvolles Bühnenbild zu Brittens "Peter Grimes" noch in guter Erinnerung ist, und dem Kostümbildner Christof Cremer das Drama um diese junge Frau in Szene setzen.

b.schmitz@stadt-duisburg.de