12.11.2014 09:00 Emmerich Kálmán

Theater in Duisburg: Die Zirkusprinzessin - Liebe, Intrige, Verstellung und schließlich doch ein Happy End

Die Zirkusprinzessin oper

Diese Operette lebt von mitreißenden Melodien, Tänzen vom Walzer bis zum Foxtrott; (c) Hans Jörg Michel

Die Zirkusprinzessin duisburgtheater duisburg
Von: GFDK - Theater Duisburg

Ein Zirkus in St. Petersburg, ein Prinzen-Palais und ein Wiener Hotel sind die Schauplätze von Emmerich Kálmáns (1882-1953) "Zirkusprinzessin" - und die im Jahre 1912 angesiedelte Handlung lebt genau von jenen Ingredienzien und Personen, die eine gute Operette ausmachen: Liebe, Intrige, Verstellung und schließlich doch ein Happy End zwischen exotischem Zirkusvolk, russischem und französischem Adel und Wiener Hotel- und Gastronomie-Personal.

Theater in Dortmund

Wie bei Franz Lehár ist auch Kálmáns Fürstin Fedora Palinska solange eine "lustige Witwe", bis sich der russische Staat um ihre nicht unerhebliche Erbschaft zu kümmern beginnt. Dabei ist sie die einzige, die sich in der sie umgebenden Welt des Scheins nicht versteckt, sondern auf ihrer Position beharrt, während der geheimnisvolle Mister X gar kein Zirkusartist, Miss Mabel keine Engländerin, Toni kein Adliger, Prinz Sergius kein fürsorglicher Berater und Carla keine böse Schwiegermutter ist.

Für Kálmán und das prominent besetzte Uraufführungs-Ensemble geriet die "Zirkusprinzessin" im Jahre 1926 im Theater an der Wien zu einem überwältigenden Erfolg und öffnete dem Komponisten den Weg zum New Yorker Broadway. Genauso wie seine "Csárdásfürstin" und "Gräfin Mariza" lebt auch diese Operette von mitreißenden Melodien, Tänzen vom Walzer bis zum Foxtrott, verblüffenden Akrobatik- und schmissigen Varieté-Nummern, die je nach Schauplatz slawische Eleganz und Wiener Schmäh ausstrahlen, sowie berührend-sentimentalen Liebesszenen, die zum Träumen einladen.

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An der Deutschen Oper am Rhein wird "Die Zirkusprinzessin" in der Inszenierung des Intendanten des Münchner Staatstheaters am Gärtnerplatz Josef E. Köpplinger zu erleben sein. Der äußerst erfahrene Theatermann, den seine Regiekarriere von Wien über Deutschland in die Schweiz, nach Frankreich, England, Amerika und Japan führte und der 2013 mit dem Kulturpreis Bayerns ausgezeichnet wurde, machte sich in den letzten Jahren auch durch seine spritzig-fantasievollen Operetten- und Musical-Inszenierungen einen Namen.

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