18.01.2014 09:00 Nach E.T.A. Hoffmann

Theater in Düsseldorf: Das fremde Kind - Kinder haben eine eigene Vorstellung von Glück

das fremde kind duesseldorf

E.T.A. Hoffmanns Märchen von 1817 ist ein Plädoyer für Fantasie; Foto: Sebastian Hoppe

Von: GFDK - Düsseldorfer Schauspielhaus

Was wird Kindern an Freiheit zugestanden, wie werden sie eingeschränkt? Das fremde Kind erzählt davon, dass Kinder eine eigene Vorstellung von Glück haben, einen eigenen Glauben an die Welt – und dass sie darauf vertrauen können.

Nora Schlocker

Theater in Düsseldorf

Felix und Christlieb heißen die beiden Kinder des Edelmanns Thaddäus von Brakel, die zwar die vornehmste Familie in Brakelheim sind, aber den übrigen Dorfbewohnern doch nur eine Sonntagsweste voraus haben und sonst genauso bescheiden leben wie die Anderen. Ganz anders sind hingegen die Kinder des Onkels, der Graf und Minister des Königs ist und eines Tages zu Besuch kommt. Sie sind mit Spielsachen ausstaffiert und dürfen keinen Kuchen essen, sondern nur brav die Schulaufgaben aufsagen – und sind somit leuchtende Vorbilder.

Freunde der Kunst

Felix und Christlieb halten sich nicht lange mit den mitgebrachten Zinnsoldaten und Puppen auf. Die beiden spielen am liebsten im Wald, wo ein geheimnisvolles Wesen die Natur bezaubert und zum Sprechen bringt: Das fremde Kind aus der Feenwelt, an dessen Existenz die Erwachsenen nicht glauben wollen, ist ihr liebster Spielkamerad.

Doch bald steht der vom Onkel gestiftete Hauslehrer vor der Tür. Und außerdem ist da auch noch der böse Gnomenkönig Pepser, der der lichten Feenwelt den Kampf angesagt hat und dem fremden Kind nach dem Leben trachtet…

petra.serwe@remove-this.duesseldorfer-schauspielhaus.de