09.11.2014 09:00 von Arthur Miller

Theater in Dortmund: Tod eines Handlungsreisenden - weltberühmtes Familiendrama über Sehnsucht und zerplatzende Träume

Tod eines Handlungsreisenden dortmund

Traum und Wirklichkeit, ein Leben zwischen großer Hoffnung und ernüchternder Realität; ©Birgit Hupfeld

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Von: GFDK - Theater Dortmund

Arthur Millers weltberühmtes Familiendrama über Sehnsucht und zerplatzende Träume: Willy Loman ist Vertreter eines Textilienvertriebs. Mit Fleiß und Disziplin hat er sich und seiner Familie eine mittelständische Existenz aufgebaut.

Theater in Dortmund

Doch mit den steigenden Anforderungen und ökonomischen Zwängen in der Firma und den Veränderungen in der eigenen Familie kann er irgendwann nicht mehr mithalten. Dass er für seinen Arbeitgeber mittlerweile wertlos geworden ist und seine beiden Söhne Biff und Happy längst erwachsen sind – ohne bislang viel zu Stande gebracht zu haben –, will Willy nicht wahrhaben: Denn Scheitern gibt es im Hause Loman nicht! Vergeblich versuchen der Herumtreiber Biff und der einfache Büroangestellte Happy, den Erwartungen ihres Vaters zu entsprechen.

Mehr und mehr flüchtet sich Willy in seinen unerschütterlichen Glauben an Erfolg durch Leistung und in eine Vergangenheit voller Hoffnungen, in der der Traum eines besseren Lebens noch zum Greifen nah schien. In der Gegenwart jedoch drohen Schulden, die Familie endgültig zu erdrücken. Schließlich weiß Willy nur noch einen Ausweg …

Traum und Wirklichkeit, ein Leben zwischen großer Hoffnung und ernüchternder Realität – Arthur Millers 1949 mit dem Pulitzerpreis und dem Tony Award ausgezeichnetes Gesellschaftsdrama erzählt zwei Geschichten in einer: Das Scheitern eines Mannes an einer sich wandelnden Ökonomie und sein moralisches Versagen als Familienvater. Die Verfilmung Volker Schlöndorffs mit Dustin Hoffmann als Willy Loman und John Malkovich als sein Sohn Biff wurde mit insgesamt drei Emmys und einem Golden Globe ausgezeichnet.

Freunde der Kunst

Regie führt Liesbeth Coltof, Künstlerische Leiterin der Toneelmakerij in Amsterdam. Für zahlreiche ihrer Arbeiten wurde sie ausgezeichnet, zuletzt 2013 mit dem niederländischen Theaterpreis Gouden Krekel. Seit mehr als 15 Jahren arbeitet sie auch im Nahen Osten, u. a. in Gaza, Hebron, Ramallah und Dschenin. Am Schauspiel Dortmund inszenierte sie bereits Edward Albees Wer hat Angst vor Virginia Woolf? und Wajdi Mouawads Verbrennungen.

dhomayoun@theaterdo.de