18.10.2012 08:02 Oper in zwei Akten

Theater in Darmstadt: Madame Butterfly von Giacomo Puccini

Bild: Barbara Aumüller

Von: GFDK - Staatstheater Darmstadt

Der amerikanische Marineoffizier Pinkerton hat sich bei einem Aufenthalt in Nagasaki in die Geisha Cio-Cio-San verliebt, die von allen nur „Butterfly“ gerufen wird. Der üblichen Gepflogenheit folgend, vereinbart er mit dem Kuppler Goro, dass er das Mädchen „auf Zeit“ heiraten darf. Den besorgten Hinweis des amerikanischen Konsuls Sharpless, dass Cio-Cio-San die Verbindung sehr ernst nehme, schlägt Pinkerton leichtfertig in den Wind.

Das Glück ist indes nur von kurzer Dauer. Pinkerton verlässt Nagasaki und niemand außer Cio-Cio-San glaubt an seine Rückkehr. Drei Jahre später kehrt Pinkerton zurück, mittlerweile hat er eine Amerikanerin geheiratet. Sharpless soll ihr dies schonend beibringen. Doch er bringt dies nicht übers Herz, da ihm Cio-Cio-San überraschend ein Kind präsentiert, das aus der Verbindung mit Pinkerton hervorgegangen ist.

Die Amerikaner fassen den Vorsatz, das Kind in ihre Obhut zu bekommen, Pinkerton fehlt jedoch weiterhin der Mut, dies von Cio-Cio-San bei einem direkten Aufeinandertreffen einzufordern. Nachdem sie erkannt hat, dass ihr Warten vergebens war, ist und sein wird, nimmt sich Cio-Cio-San mit dem Samurai-Schwert ihres Vaters das Leben.

Angeregt durch David Belascos Erfolgsstück über den tragischen Ausgang einer Liebe zwischen ungleichen Partnern, schuf Puccini eine der großen Opernpartituren der Jahrhundertwende, in welcher exotisches Kolorit, lyrischer Schmelz und emotionale Verdichtung auf bestrickende Weise zusammenfließen.

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