07.06.2015 09:00 von Reinhold Tritt

Theater in Bochum: Die Welle - Schulen in Bewegung

theater bochum

Am bekanntesten ist „Die Welle“ in Form des 1981 erschienenen Romans von Morton Rhue, der auch heute noch oft in der Schule gelesen wird; (c) Diana Küster

die welle bochumschauspielhaus bochum
Von: GFDK - Schauspielhaus Bochum

Ein Geschichtslehrer nimmt mit seiner Klasse den Holocaust durch. Aber statt schockiert zu sein, können die Schüler nicht verstehen, warum die deutsche Bevölkerung die Gräueltaten der Nationalsozialisten tatenlos mit angesehen hat.

Theater in Bochum

Also startet der Lehrer ein Experiment: Er drillt die Schüler in simpler militärischer Disziplin, schafft unter ihnen eine Hierarchie und führt neben dem Namen „Die Welle“ auch Symbol, Gruß und Parolen ein. Innerhalb weniger Tage entgleitet ihm die Kontrolle, als „Die Welle“ auf Initiative seiner begeisterten Schüler außerhalb des Klassenzimmers um sich greift. Bald wird dem Lehrer klar, dass er das Experiment so schnell wie möglich beenden muss, da er unbeabsichtigt eine faschistische Massenbewegung in Gang gesetzt hat.
Am bekanntesten ist „Die Welle“ in Form des 1981 erschienenen Romans von Morton Rhue, der auch heute noch oft in der Schule gelesen wird. Bochumer Schüler aus sechs Schulformen – Hauptschule, Gesamtschule, Gymnasium, Real- und Sekundarschule, Förderschule und Berufskolleg – bringen die Bühnenfassung gemeinsam in den Kammerspielen zur Aufführung.

Schulen in Bewegung feiert 2015 sein fünfjähriges Jubiläum:

Sechs Schulen: Hauptschule, Gesamtschule, Gymnasium, Realschule/Sekundarschule, Förderschule und Berufskolleg. Sechs Monate vom ersten Treffen bis zur Premiere, etwa 80 Schüler, sieben Gruppen, 14 Künstler, ca. 130 Probestunden, davon 30 auf der Bühne: Das ist „Schulen in Bewegung“! Unter der Leitung von freien Künstlern und Profis aus dem Schauspielhaus Bochum erarbeiten alle Teilnehmer gemeinsam ein Theaterstück.

Freunde der Kunst

Die Arbeitsgruppen durchmischen sich dafür gleichmäßig mit Schülern aller Schulformen und widmen sich unterschiedlichen künstlerischen Bereichen: Schauspiel, Tanz, Musik, Bühnenbild, Kostüm, Video und Medien & PR. Vorurteile und anfängliche Ängste werden schnell abgebaut und Stigmatisierungen mit integrativer künstlerischer Arbeit begegnet. Die Proben zu „Schulen in Bewegung“ haben im Januar 2015 begonnen, zum Abschluss wird das Ergebnis am 21. Mai 2015 in den Kammerspielen des Schauspielhauses Bochum aufgeführt.

schauspielhaus@remove-this.bochum.de