24.04.2012 07:41 am Samstag, 28. April um 19:30 Uhr im Kurtheater

Theater in Bad Kissingen - Heiße Zeiten Weiblich, 45plus - na und!?! - Hitzewallungen, Panikattacken, unkontrollierbare emotionale Ausbrüche

Angelika Mann, Inez A. J. Timmer, Nicole Rößler und Dagmar Hurtak-Beckmann - Wechseljahre - Bilderquelle Veranstalter

Von: Jutta Dieing M.A. - 2 Bilder

Bad Kissingen: Hitzewallungen, Panikattacken, unkontrollierbare emotionale Ausbrüche - vier Frauen treffen am Flughafen aufeinander, die alle etwas gemeinsam haben: sie warten auf den verspäteten Flieger nach New York und sie sind in den Wechseljahren.

Mal alleine im Selbstgespräch, mal beim Klönen zu zweit, mal zu viert in der Gruppe: in einem irrwitzig komischen Musical singen, tanzen und kalauern sich die vier jung gebliebenen Ladys durch das Klimakterium und machen aus dem Tabuthema Wechseljahre eine vergnügliche Gruppentherapie.

Und so arbeitet man sich singend ab an den Symptomen der Menopause: Schlaflosigkeit, nächtliche Schweißausbrüche, Heißhungerattacken, Probleme mit erwachsenen Kinder und alt gewordenen Eltern, Gewichtszunahme und schlappen Ehemännern.

Ein Besuch von „Weiblich, 45 plus na und!?! Heisse Zeiten - Wechseljahre“ von Tilmann von Blomberg in der Regie von Katja Wolff empfiehlt sich im Rahmen der Bad Kissinger Gesundheitstage am Samstag, 28. April um 19:30 Uhr im Kurtheater in Bad Kissingen. Es spielen Angelika Mann, Inez Timmer, Nicole Rößler und Dagmar Hurtak-Beckmann, die weibliche Band leitet Bettina Koch.

Geschrieben wurde das Stück von einem Mann: Tilmann von Blomberg. Der Theater- und Filmschauspieler ist seit einigen Jahren auch als Autor aktiv, „Heiße Zeiten“ ist sein jüngstes Werk. Warum er gerade über die Wechseljahre geschrieben hat? Blomberg dazu:

Ich habe eine Mutter und ältere Freundinnen, die sich mit diesem Thema auseinandersetzten. Man muss einfach nur die Augen aufmachen.“ Regisseurin Katja Wolff hat es geschafft, ein kurzweiliges Stück auf die Bühne zu bringen, dass witzig, aber nicht albern ist und durchaus auch seine ruhigen Momente hat.

Die Mitwirkenden

Angelika Mann (die Hausfrau) war ein absoluter Top-Star der DDR-Rockszene und wird seit ihrer Übersiedlung nach Westberlin 1985 auch als Schauspielerin und Kabarettistin deutschlandweit gefeiert. Nach ihrer Ausbildung zur Sängerin und Pianistin begann 1973 ihr Senkrechtstart in den ostdeutschen Medien mit dem Song „Na und“.

Sie war Sängerin der Klaus-Lenz-Bigband und trat zusammen mit Uschi Brüning, Manfred Krug, Günter Fischer und Reinhard Lakomy auf. 1987 feierte sie einen Reisenerfolg als Lucy in Günther Krämers „Dreigroschenoper-Inszenierung am Berliner Theater des Westens, der Hamburgischen Staatsoper, beim Theaterfestival in Spoleto und bei einem Gastspiel in Tokio.

Unter der Regie von Torsten Fischer spielte sie Lampito in „Lysistrataam Schauspiel Köln. Sie war sechs Jahre lang die Hexe in „Hänsel und Gretelim Berliner Friedrichstadtpalast. Sie wirkte in Rosa von Praunheims Film „Magnus Hirschfeld – der Einstein des Sexmit, feierte Triumphe an der Berliner Tribüne mit dem Programm „Claire Waldoff. Stationen einer Cabaret-Premiere“.

Von 1999 - 2008 moderierte sie als Märchenrätselhexe Ratesumbria das Advents- und Weihnachtsprogramm im ORB/RBB „Märchenhexe mit Angelika Mann“.

Ob mit ihrem Trude-Herr-Programm „Ich will keine Schokolade“, als Frosch in der „Fledermaus2009 an den Bühnen der Stadt Gera und am Landestheater Altenburg oder seit Juni 2009 im deutsch-deutschen Kabarettprogramm „Die Rückkehr der Gummiadler - Angelika Mann begeistert ihr Publikum mit der ihr eigenen wunderbaren Mischung aus Humor, Wissen, Kraft und Gefühl.

Ihre Liebe zur Musik war groß, mit 15 Jahren hatte Inez A. J. Timmer (die Vornehme) bereits eine eigene Band, und doch entschied sich die Niederländerin für ein Lehramtsstudium in den Fächern Englisch und Niederländisch.

Erst nach bestandenem Diplom und dem grauen Berufsalltag wagte sie es, ihrem Herzenswunsch nachzugeben: sie meldete sich beim Jazzkonservatorium in Hilversum zur Aufnahmeprüfung an - und wurde aufgenommen. Fünf Jahre später hielt sie ihr Diplom als Jazzsängerin und Gesangslehrerin in Händen.

Nach Konzerten unter anderem mit dem Metropole Orkest und Jean Toots Thielemanns arbeitete sie als Musicaldarstellerin und gehörte zu den Ensembles der großen Musicals „Cyrano“ in Amsterdam, „Das Phantom der Oper“ in Scheveningen und „Elisabeth“ und „Disneys Die Schöne und das Biest“ in Wien. Am Musicaltheater Duisburg war sie Mme Thénardier in „Les Misérables“ und am TheatrO CentrO in Oberhausen die Mutter in „Falco meets Amadeus“.

Das Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen engagierte Inez Timmer für „Nullvier - Das Schalke Musical“ als Gisela Schrader, für „Showboat“ als Parthy Ann und für „Fame“ als Miss Sherman. Als Frau Dünnbügel stand sie von 2007 - 2009 in „Ich war noch niemals in New York“ auf der Bühne des TUI Operettenhauses Hamburg.

Neben dem Musical ist Inez Timmers zweite große Liebe der Jazz. Mit ihrem Soloprogramm „Nichts haut mich um“ über Leben und Werk von Cole Porter war sie drei Jahre lang erfolgreich.

Ihr Diplomstudium an der Hochschule der Künste Berlin in den Fächern Schauspiel, Gesang und Tanz beendete Nicole Rößler (die Junge) mit Auszeichnung und erhielt 1997 beim Bundesgesangswettbewerb im Fach Musical/Chanson den Preis der Günter-Neumann-Stiftung. Ihre ersten Engagements hatte die gebürtige Wuppertalerin in Berlin.

Am Theater des Westens spielte sie in Helmut Baumanns Inszenierung von „30, 60, 90° - durchgehend geöffnet“. Am GRIPS Theater verkörperte sie nicht nur die Hauptrolle des Mädchens im Erfolgsmusical „Linie 1“, sondern war auch in den Stücken „Alles Gute“ als Nadine, „Eins auf die Fresse“ als Minnie und „Café Mitte“ als Schnecke zu sehen.

Die Neuköllner Oper verpflichtete sie für die Produktionen „Lady Be Good“ als Shirley, „Babytalk“ als Charlotte und „Elternabend“ als Irene; für die Rolle der Helena in Peter Lunds Inszenierung „Sommer Nacht Traum“ wurde sie 2001 mit dem Daphne-Theaterpreis ausgezeichnet.

Am Stadttheater Görlitz stand sie als Mallory in „City of Angels“ und am Musik & Theater Saar in der Titelrolle von „Das Geheimnis der Mona Lisa“ auf der Bühne. In den Rollen Fee, Belle und Mathilde war sie mit „Die Schöne und das Biest“ auf Tournee. Eineinhalb Jahre war sie in Zürich als Thalassa im Unterwassermusical „Deep“ zu sehen und im Musicaldome Köln als Killer Queen und Teacher im Queen-Musical „We Will Rock You“.

Bei den Sommerfestspielen der Liechtenstein Musical Company konnte man sie in der Titelrolle des Musicals „Evita“ erleben. Außerdem verleiht Nicole Rößler der Mutter in der preisgekrönten Animationsserie „Die Moffels“ ihre Stimme.

An der Hochschule für Musik und darstellende Kunst ihrer Heimatstadt Graz erhielt Dagmar Hurtak-Beckmann (die Karrierefrau) ihre Ausbildung, die sie im Fach Liedinterpretation/Musical noch an der Essener Fokwang-Hochschule, in Wien und Berlin ergänzte.

Ihre Bühnenlaufbahn prägten Engagements u. a. am Schauspielhaus Graz, am Schlosstheater Celle sowie bei den Festspielen Murau und Bad Hersfeld. Sie gehörte zu den Ensembles der Musicals „Black Rider“, „Evita“, und „Jesus Christ Superstar“.

Zu ihren musikalischen Erfolgen gehören Prinz Orlofski in „Die Fledermaus“, Pamina in „Zauberflöte für Kinder“, Zeitel in „Anatevka“, Ann Lane/Bianca in „Kiss me Kate“, Aldonza in „Der Mann von La Mancha“ und die Wirtin im „Im weißen Rössl“. Sie spielte die Titelrollen in „Heute Abend Lola Blau“ und in Irmgard Keuns „Das kunstseidene Mädchen“.

In Brechts „Dreigroschenoper“ war sie Polly Peachum, Annie Wilkes in „Misery“ und Mercedes Degas in „Die Grönholm-Methode“, um nur einige ihrer vielen Rollen zu nennen. In der Spielzeit 2009/10 stand sie u. a. als Charlotte in „Babytalk“, Mrs. Clackett/Dotty Oatly in „Der nackte Wahnsinn“ und in „Loriots dramatische Werke“ auf der Bühne.

Auf Schloss Feistritz bei Klagenfurt präsentierte Dagmar Hurtak-Beckmann im Juni 2010 ihr Soloprogramm „Ich bin so unmusikalisch“.

am Samstag, 28. April um 19:30 Uhr im Kurtheater

Eintrittskarten sind erhältlich in der Kur- und Tourist-Information, im Alten Rathaus und unter Telefon 0971 8048-444 oder per E-Mail: kissingen-ticket@remove-this.badkissingen.de.

Pressekontakt:

Kultur- und Veranstaltungsabteilung der

Bayer. Staatsbad Bad Kissingen GmbH

Jutta Dieing M.A.

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