02.12.2013 08:00 Manipulierbarkeit des Menschen

Theater in Aachen: Mario und der Zauberer - nach der Novelle von Thomas Mann

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Erzählt von der Manipulierbarkeit des Menschen in einer von Misstrauen und Intoleranz allem Fremden gegenüber geprägten Atmosphäre (c) Marie - Luise Manthei

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Von: GFDK - Theater Aachen

»Mario und der Zauberer« erzählt von der Manipulierbarkeit des Menschen in einer von Misstrauen und Intoleranz allem Fremden gegenüber geprägten Atmosphäre. Eine eigentümliche Stimmung liegt über dem italienischen Ferienort, in dem sich der Ich-Erzähler mit seiner Familie aufhält. Alle Begegnungen sind von einer seltsamen Gereiztheit, gar Bösartigkeit geprägt.

Theater in Aachen

Das ungute Gefühl spitzt sich zu bei dem Besuch einer Zirkusvorstellung des Zauberers Cipolla. Geheimnisvoll scheint der Abend zunächst, dann zunehmend bedrohlicher. Cipolla, der das Publikum seiner Schaubude durch Scharfzüngigkeit, verblüffende Hypnosefähigkeiten und eine seltsam faszinierende Aura in seinen Bann schlägt und zu makabren Experimenten verführt, ist undurchschaubar, bis das gefährliche Spiel ein bitteres Ende findet. In Mario, dem jungen Kellner, glaubt er schließlich ein Opfer gefunden zu haben, das er aufs Tiefste demütigen kann.

Mario und der Zauberer am Theater Aachen

Angesiedelt im faschistischen Italien der 1930er Jahre, ist Thomas Manns Novelle eine Parabel auf die herrschenden Verhältnisse, ohne sie je direkt zu benennen.

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