09.03.2013 08:00 Premiere am 14.3.2013

Theater Bremen: Aber sicher! von Elfriede Jelinek bis zum 25.4.2013, Kleines Haus

Theater Bremen: Aber sicher! von Elfriede Jelinek bis zum 25.4.2013, Kleines Haus

Probenfoto: von links nach rechts zu sehen Nikolai Plath, Robin Sondermann, Regisseur Alexander Riemenschneider, auf dem Boden Lisa Guth (c) Jörg Landsberg

Elfriede Jelinek (c) Jörg Landsberg

Von: GFDK - Theater Bremen

Also der Anfang, mit dem ich angefangen habe und den ich für das Ende hielt, der war eigentlich erst der richtige Anfang, und jetzt geht es weiter. Was ich für das Ende hielt, das geht jetzt weiter und dreht sich nach mir um. Es verkehrt sich, was vorher schon verkehrt war, es ist vollkommen egal." (Elfriede Jelinek) — Nach dem Lehmann-Crash kam der Banken-Crash, platzte die Immobilienblase, gefolgt vom Euro-Crash und von unzähligen weiteren Erschütterungen des ökonomischen Weltgefüges.

Seit „Kontrakte des Kaufmanns“ 2009 verarbeitet Elfriede Jelinek pausenlos die Ereignisse des Finanzmarkttsunamis der letzten Jahre zu bitterbösen Satiren über die Herrschaft des Geldes. Sie schrieb sich mit Hochgeschwindigkeit dem ökonomisch, gesellschaftlich und systemrelevanten Kollaps entgegen, nahm ihn teilweise fast prophetisch vorweg.

Angesichts der Ereignisgeschwindigkeit der Entwicklungen wäre kapitulieren einfach gewesen. Doch sie schrieb weiter und konstatiert in „Aber sicher!“: Ich habe die Spur verloren. Die Katastrophe ist, dass die Katastrophe sich nicht ereignete. Alles blieb, alles bleibt beim Alten. Finanzkrise ad absurdum – aus den Trümmern der Crashs werden Milliardengeschäfte generiert. Und weiterhin: Elfriede Jelinek schreibt. In den letzten Wochen hat sie uns für die Uraufführung einen Nachtrag zum Stück sowie einen Epilog zum Nachtrag geschrieben. Nun aber soll endgültig Schluss sein mit den Fortschreibungen. Vorgenommen hat sie sich das zumindest – wenn die Wirklichkeit da nur mitspielt und endlich Ruhe geben würde.

Kontakt

Melina Scheuermann
Presse und Kommunikation
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